Titel:
Physik und medizinische Physik für Veterinärmediziner
Personen:
Giese, Werner Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN611177188/242/
228

Medizinische Optik

12.7.1.2 Spektralphotometer

In der Medizin dient ein Spektralphotometer
ebenso wie das beschriebene Filterphotometer
der Bestimmung der Konzentration eines gelö-
sten Stoffes. Lediglich die Wellenlängenaus-
wahl wird statt mit optischen Filtern mit einem
Monochromator (Prisma oder optisches Git-
ter) getroffen. Beim Prismenspektralphoto-
meter wird weißes Licht durch ein Prisma in
Wellenlängen zwischen violett bis rot aufge-
spaltet. Durch Drehung des Prismas kann eine
bestimmte Wellenlänge fest eingestellt werden
(Abb. 12-40).

Abb. 12-40: Prinzipaufbau und Strahlengang
eines Spektralphotometers

LQ = Lichtquelle
DP = Dispersionsprisma
Sp = Spaltblende
Kü = Küvette
PD = Photodetektor

Monochromatisches Licht tritt durch die Kü-
vette, und der transmittierte Anteil wird von
einem Photoelement gemessen. Ein großer
Vorteil gegenüber dem Filterphotometer be-
steht in der Möglichkeit, durch automatische
Drehung des Monochromators alle Wellenlän-
gen sukzessiv durch die Küvette zu schicken
und durch automatische Registrierung von
Transmission, Extinktion oder Absorption ein
komplettes Spektrum zu erstellen. Solche Ge-
räte heißen selbstregistrierende Spektralpho-
tometer.

Die Spektren sind besonders hilfreich bei Lö-
sungen, für die zur Untersuchung der Trans-
mission, Extinktion oder Absorption keine
geeigneten Wellenlängen bekannt sind. Diese
können dann dem Spektrum entnommen wer-
den.

Außerdem dient die Aufnahme solcher Spek-
tren der Prüfung auf Reinheit von Substanzen,
indem man das Probenspektrum mit literatur-
seitig bekannten Spektren von Reinsubstanzen
vergleicht.

Bei dem Spektralphotometer mit einem Gitter-
Monochromator ist an Stelle des Prismas ein
optisches Gitter vorhanden, das durch Beu-
gung monochromatisches Licht erzeugt.

12.7.2 Lichtmikroskope

12.7.2.1 Das Standard-Lichtmikroskop

Lichtmikroskope vergrößern unsichtbar klei-
ne Objekte durch Vergrößerung des Sehwin-
keis um das 100- bis 1500fache.

Unter dem Sehwinkel des unbewaffneten Au-
ges versteht man den Winkel, unter dem die
vom Objekt kommenden Strahlen aus 25 cm
Abstand zum Augenlinsenmittelpunkt in das
Auge einfallen (Abb. 12-41).

Abb. 12-41: Sehwinkel, unter dem ein Gegenstand
in 25 cm Abstand zum Linsenmittel-
punkt Licht in das Auge sendet

Anschrift

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Hochschulbibliothek
Bünteweg 2
30559 Hannover
Kontakt

Tel.: +49 511 953-7100
Fax: +49 511 953-7119

E-Mail senden


Datenschutzerklärung

Partner

:
version: intranda viewer - a0c7c66