Titel:
Physik und medizinische Physik für Veterinärmediziner
Personen:
Giese, Werner Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN611177188/313/
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Abb. 13-43: Qualitätsfaktor als Funktion des
linearen Energieübertragungs-
vermögens (LET)

Bei einem Qualitätsfaktor von 20 für a-
Strahlung und 1 für Röntgen- oder y-Strahlung
wird klar, daß der mit einer bestimmten Rönt-
genstrahlendosis erzeugte Strahlenschaden
bereits mit 1/20 einer a-Strahlung erreicht
wird. Voraussetzung ist natürlich, daß der
Schaden dort verglichen wird, wo auch a-
Strahlung hinreicht (siehe Eindringtiefe).

Die der Röntgenstrahlung äquivalente Dosis
einer anderen Strahlenart heißt Äquivalent-
dosis. Diese ist physikalisch gesehen keine
Dosis, sondern ein abgeleiteter Wert. Während
ihre radiologische Einheit in Sievert angege-
ben wird, bleibt ihre physikalische Einheit
wie bei der Energiedosis 3/kg, da der Bewer-
tungsfaktor Q dimensionslos ist.

Sievert (J/kg) = Q • Gray (J/kg).

13.6 DieAtomhülle

Die Atomhülle besteht aus den wichtigsten
Elementarteilchen außerhalb des Atomkerns -
aus Elektronen.

Die Vorstellungen über die Anordnung der
Elektronen in der Atomhülle sind aus Deu-
tungsversuchen der von Atomen ausgesandten
Lmienspektren entwickelt worden.

Hierfür bildete das Ein-Elektronensystem des
Wasserstoffatoms für die Anfangsphase sol-
cher Versuche ein ausgezeichnetes Modell.

13.6.1 Das Rutherfordsche und
Bohrsche Atommodell

Nachdem E. Rutherford gezeigt hatte, daß die
Masse eines Atoms hauptsächlich im Atom-
kern vereinigt ist, dessen positive Ladung
durch eine gleichgroße negative Ladungsmen-
ge aller Elektronen der Atomhülle kompensiert
ist, blieb folgendes Problem:

Das Rutherfordsche Atommodell ist prinzi-
piell instabil. Nimmt man die Elektronen der
Atomhülle zunächst als ruhend an, stürzen sie
infolge der Coulomb-Anziehung in den Kern.
Bewegen sie sich auf einer kreisförmigen oder
ellipsenförmigen Umlaufbahn um den Atom-
kern, müßten sie nach den Gesetzen der Elek-
trodynamik Energie in Form von elektromag-
netischer Strahlung abgeben und dann infolge
des Energieverlustes auf Spiralbahnen in den
Kern stürzen.

Eine Lösung dieses Problems bot das Bohr-
sche Atommodell, welches das Stabilitätspro-
blem und die Linienspektren des H-Atoms
erklären half.

1913 formulierte deshalb N. 58Bohr folgende
Postulate:

58 Bohr, dänischer Physiker (1885-1962)

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