Titel:
Die Königliche Thierarzneischule zu Hannover in den ersten Hundert Jahren ihres Bestehens
Personen:
Günther, Karl Wikipedia
PURL:
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2) Havemann mit dem vorgeschlagenen Gehalt (300 Thaler)
und freier Wohnung als Gehülfe Kersting’s;
3) Bewilligen Wir die von dem Feld-Marschall nachgesuchte
Beihülfe zu den Lehrgeldern der Militair-Scholaren (jährlich 70 Thaler
für jeden);
4) Habt ihr die Verordnung wegen des Verbots der Vorwürfe
an diejenigen, welche an der Operation todter Cadaver Theil nehmen,
dort nur so bündig als möglich auszulassen und Uns ein Exemplar
davon einzusenden *);

*) Die Verordnung lautet wörtlich wie folgt:
1778. d. d. 18. Julii, Verordnung, wegen der, bey der Ross-Artzney-Schule
vorzunehmenden Anatomien.
Wir Georg der Dritte, von Gottes Gnaden König von Gross - Britannien,
Franckreich und Irrland, Beschützer des Glaubens, Herzog zu Braunschweig
und Lüneburg, des Heil. Rom. Reichs Ertz-Schatzmeister und Churfürst, etc.
Fügen hiemit zu wissen: wasmassen Wir, nachdem Uns durch unterthänigste
Berichte bemerklich gemach et worden, dass durch Vernachlässigung der Ross-Arzney-
Wissenschaft, und daher rührende Ungeschicklichkeit der gemeinen Ross-Aerzte
und Cur-Schmiede in Unseren Teutschen Landen, viel heimlicher Schade verursachet,
und dannenhero von ausgebreitetem Nutzen seyn werde, zu gründlicher Unterrichtung
angehender Ross-Aerzte Gelegenheit zu verschaffen, die Entschliessung gefasset, und
zu bewerkstelligen bereits den Anfang gemachet haben, in Unserer
Residentz-Stadt Hannover, unter der Aufsicht und Direction Unseres Ober-Hof-
Maarstall-Amts, eine mit tüchtigen Lehrern versehene, und mit der Zeit auch auf
die Lehren von der Cur-Art anderer Thiere, mithin auf den Umfang einer Vieh-
Arzney-Schule zu erstreckende, Ross-Arzney Schule, errichten und unterhalten zu
lassen; in welcher nicht nur alle, bey Unseren Hof-Maarställen, Stutereyen, und
Cavallerie-Regimentern künftig zu bestellende Ross-Aerzte und Cur-Schmiede, eine
gewisse Zeitlang Unterricht zu nehmen verbunden seyn sollen, sondern die auch
sonsten einem jeden anderen, gegen Entrichtung des Lehr-Geldes, oder sonstige
Uebereinkunft mit den Lehrern, offen stehen soll.
Wann nun bey einer solchen Schule dem Zwecke gemäss, und zu Erreichung
des Nutzens ganz unaussetzlich nothwendig ist, Cörper gefallener Thiere zu zergliedern,
und an ihnen Operationes und Demonstrationes vorzunehmen; Und aber besorget
wird, dass den Lehrern, Lehrlingen, Gehülfen und Aufwärtern der Ross - und Vieh-
Artzney-Schule dieserhalben einst Vorwürfe gemachtes werden mögten; So wollen
Wir zwar hoffen, dass gesittete und verständige Leute welche von dem Wehrte
der Dinge und Handlungen in der bürgerlichen Gesellschaft richtig zu urtheilen
vermögend sind, dessen sich von selbst entsehen und enthalten, und vielmehr den
Nutzen begreifen werden, welchen das gemeine Wesen in Unseren Teutschen Landen,
aus dieser von Uns, vornemlich aus Landes-Väterlicher Liebe zu denselben und auf
Unsere Kosten, gemacheten, und unterhalten werden sollenden, Anrichtung zu er
warten hat.
Um jedoch auch vorgedachte Lehrer, Lehrlinge, Gehülfen und Arbeiter der
Ross- und Vieh-Artzney-Schule, und überhaupt alle diejenigen Personen, welche an

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