Titel:
Die Thierärztliche Hochschule zu Berlin 1790 - 1890
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welche dem bisher dem Curatorio beigeordnet gewesenen Officier in § 8
des Regulativs vom 24. Juni 1836 übertragen sind, einen besonderen Com-
missarius zu ernennen. In gleicher Weise ist von Ihnen, dem Ober-Stall
meister, zur Wahrnehmung der Interessen des Gestüt Wesens ein Commis-
sarius zu bestellen, welcher nach Maassgabe des ebengedachten Regulativs
von den Leistungen des Instituts jederzeit Kenntniss zu nehmen, resp. dieser-
halb unmittelbar Auskunft von dem Direktor zu fordern befugt ist, um
darüber nach Befinden der Umstände, Ihnen zur weiteren Kommunikation
mit dem Departements-Chef für die Medicinal-Verwaltung Vortrag zu halten.
Gegen die von Ihnen, dem Minister der geistlichen etc. Angelegenheiten
abgefassten, hierbei zurückerfolgenden Instruktionen für den Direktor und
den Ober-Inspektor der Thierarzneischule finde Ich nichts zu erinnern und
bleibt Ihnen deren Abänderung oder Ergänzung nach Maassgabe der zu
machenden Erfahrungen überlassen.
Minister von Eichhorn verfügte hiernach am 21. December 1847
an den Direktor Albers Folgendes:
Eurer Hochwohlgeboren habe ich bereits mündlich davon in Kenntniss
setzen lassen, dass es meine Absicht sei, der Direktion der Königlichen
Thierarzneischule zu dem mir anvertrauten Ministerium eine ähnliche un
mittelbare Stellung zu geben, wie solche hinsichtlich der Charite-Direktion
durch die Allerhöchste Ordre vom 17. April v. J. bestimmt worden ist.
Da jedoch der Direktor der Thierarzneischule mit Rücksicht auf deren
Bestimmung jeder Zeit ein Techniker wird sein müssen, dessen Zeit und
Kräfte, wenn sie der wissenschaftlichen Wirksamkeit des Instituts vorzugs
weise zugewandt bleiben sollen, nicht zu sehr durch administrative Ge
schäfte in Anspruch genommen werden dürfen, so war die Ausführung
dieser meiner Absicht davon abhängig, einen erfahrenen und zuverlässigen
Beamten zu ermitteln, welcher dem Direktor vorzugsweise zur Wahrneh
mung der materiellen Interessen der Anstalt mit vollem Vertrauen zur Seite
gestellt werden könnte. Nachdem sich hierzu auf meine Veranlassung der
Ober-Inspektor der Charite, Rechnungs-Rath Esse, hat bereit finden lassen
und die erforderlichen Instruktionen für Eure Hochwohlgeboren und den
p. Esse unter Ihrer beiderseitigen Zuziehung entworfen worden sind, habe
ich nicht länger Anstand genommen, mit den Herren Minister des Krieges
und des Innern, sowie mit dem Herrn Ober-Stallmeister wegen der ander
weitigen Einrichtung der Direktion der Thierarzneischule in Kommunikation
zu treten. Die gedachten Herren Departementschefs haben sich mit meinen
diesfälligen Vorschlägen einverstanden erklärt und den dieserhalb Sr. Ma
jestät dem Könige vorzulegenden Anträgen sich angeschlossen. Demnächst
haben des Königs Majestät mittelst der beiden in beglaubigter Abschrift
hier angeschlossenen Allerhöchster Ordres vom 10. d. Mts. die Auflösung
des Curatorii für die Krankenhaus- und Thierarzneischul-Angelegenheiten,
sowie die unmittelbare Unterordnung der Direktion der Thierarzneischule
unter das mir anvertraute Ministerium zu genehmigen, der gedachten Di
rektion die seither dem Curatorio obgelegene Verpflichtung zur Begut
achtung veterinärärztlicher Angelegenheiten in gleicher Weise und mit der
selben Wirkung zu übertragen und mich zu ermächtigen geruht, dem Di
rektor der Thierarzneischule nicht nur den Rechnungs-Rath Esse gegen
eine aus den Fonds der Anstalt zu bewilligende jährliche Remuneration von
300 Thalern für die administrativen Geschäfte beizuordnen, sondern auch
dep Justitiarius und den Baubeamten des Curatorii, nebst dem noch

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