Titel:
Die Thierärztliche Hochschule zu Berlin 1790 - 1890
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Hülfe derselben gelingen werde, die mannigfachen Reformen, deren die
Thierarzneischule namentlich in administrativer Beziehung dringend bedarf,
und von welchen Sie bereits mehrere zur Sprache gebracht haben, ins Leben
zu rufen. Auch vertraue ich Ihrer Umsicht und Dienstkenntniss, dass Sie
stets ein freundliches Vernehmen mit dem Direktor der Anstalt zu erhalten
wissen werden.
Mit Rücksicht darauf, dass Sie namentlich in den nächsten Monaten
eine erhebliche Arbeitslast bei der Thierarzneischule zu bewältigen haben
werden, ist die Charite-Direktion veranlasst, Ihnen in Ihrem Hauptamt jede
mit dem Interesse des Dienstes vereinbare Erleichterung, insoweit Sie dies
wünschen sollten, zu Theil werden zu lassen. Sind die Verhältnisse in der
Thierarzneischule erst geordnet, was Ihrem Eifer hoffentlich bald gelingen
wird, so werden Sie muthmasslich nicht so sehr in Anspruch genommen
werden, dass Sie bei Ihrer Arbeitskraft nicht im Stande sein sollten, die
Geschäfte sowohl in der Charite, als auch in der Thierarzneischule mit ge
wohntem befriedigenden Erfolge zu bestreiten.
Eure Wohlgeboren wollen übrigens in der Ihnen hiermit zugedachten
Erweiterung Ihres amtlichen Wirkungskreises einen neuen Beweis meines
besonderen Vertrauens und meines Wohlwollens erkennen, und Sich ver
sichert halten, dass Sie bei mir in Ausführung zweckmässiger Reformen
jederzeit die kräftigste Unterstützung finden werden.
Schliesslich bemerke ich, dass die Uebergabe der Akten etc. des Cura-
torii möglichst bald an den Direktor der Thierarzneischule und an Eure
Wohlgeboren erfolgen wird, in welcher Hinsicht das Curatorium und der
Geheime Rath Dr. Albers mit Verfügung versehen sind.
Berlin, den 21. December 1847.
Der Minister der geistlichen etc. Angelegenheiten,
gez. von Eichhorn.
Am 30. December 1847, Vormittags 11 Uhr, wurden dem Di
rektor Albers und dem Rechnungsrathe Esse die Akten, das Dienst
lokal und die sämmtlichen Büreau-Utensilien des Curatorii, sowie das
Depositum und die Kasse der Thierarzneischule übergeben. Darauf
theilte das Curatorium dem Minister die stattgehabte Uebergabe mit
und schloss seinen Bericht mit folgenden Worten:
„Wir scheiden aus unserem Wirkungskreise mit dem aufrichtigen
Wunsche, dass es der jetzigen Verwaltung besser gelingen werde, die
mannigfachen Hindernisse zu beseitigen, welche sich unserem unverdrossenen
Streben entgegenstellten, den erkannten Uebelständen abzuhelfen und für
das Gedeihen der Anstalt mit umfassenderem Erfolge zu wirken“.
Nach Auflösung des Curatorii blieb Albers Direktor. Die Thier
arzneischule wurde dem Ministerium unmittelbar untergeordnet und
der Rechnungsrath Esse als Ober-Inspektor, um die materiellen In
teressen des Instituts zu wahren, dem Direktor zur Seite gestellt.
Die unterm 21. December 1847 angeordneten Instruktionen für
den Direktor und Ober-Inspektor, die nur kurze Zeit in Kraft waren,
bestimmten Folgendes:

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