Titel:
Die Thierärztliche Hochschule zu Berlin 1790 - 1890
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obrigkeitlich beglaubigtes Attest beizubringen, dass sie zur Er
greifung des Studiums ihre Einwilligung geben, und sowohl bereit
als bemittelt sind, die Kosten des Studiums und der Subsistenz,
die bei grosser Einschränkung mindestens jährlich 250 Thlr. er
fordern, herzugeben.
4. Der Lehrkursus umfasst 7 Semester (3£ Jahr). Das Honorar für
den Unterricht ist vor dem Beginn eines jeden Semesters mit
16 Thlrn. zur Schulkasse, und ausserdem sind ein für alle Mal
2 Thlr. Receptionsgebühren und 2| Thlr. für das Abgangszeugniss
zu entrichten.
5. Da die Aufnahme nur zur Ausbildung als Thierarzt erster Klasse
erfolgen kann, so haben die Aspiranten ihre Befähigung dazu
durch den Nachweis der Reife für die Ober-Sekunda resp. erste
Abtheilung der Sekunda eines Gymnasii oder der Reife für die
Prima einer zu Entlassungs-Prüfungen berechtigten höheren Bürger-
oder Realschule durch die betreffenden Zeugnisse darzuthun.
6. Ausländer, die den ganzen Kursus hier nicht absolviren, können
jedoch auch bei einer geringeren Vorbildung recipirt werden; auch
steht solchen Individuen, die nur an einzelnen Vorlesungen und
praktischen Uebungen als Hospitanten Theil nehmen wollen, der
Zutritt gegen Entrichtung des üblichen Honorars ohne Nachweis
ihrer Schulbildung frei.
In Betreff der Aufnahme der Militär-Kurschmied-Eleven verbleibt es
überall bei dem Inhalte des in den Amtsblättern abgedruckten Publicandi
vom 5. Juni 1838; bei Aufnahme der Civil-Eleven kommen aber von jetzt
ab nur die im Vorstehenden enthaltenen Grundsätze zur Anwendung.
Berlin, den 5. Juni 1858.
Königliche Thierarzneischul-Direktion.
Gurlt. Esse.
Als später durch die Unterrichts- und Prüfungs-Ordnung der
Realschulen vom 6. Oktober 1851) die Zöglinge der Realschulen erster
Ordnung in mehreren Beziehungen den Schülern der Gymnasien gleich
gestellt wurden, waren die Bedingungen für die Aufnahme folgende:
Cirkular-Verfügung vom 25. Mai 1860. (Lehnert.)
Da durch die Unterrichts- und Prüfungs-Ordnung der Realschulen und
der höheren Bürgerschulen vom 6. Oktober 1859 den eigentlichen Real
schulen, resp. denen erster und zweiter Ordnung, und den höheren Bürger
schulen ein verschiedener Grad von Befugnissen hinsichtlich ihrer Abgangs
prüfungen beigelegt worden ist, und da namentlich die Zöglinge der Real
schulen erster Ordnung in mehreren Beziehungen den Schülern der Gymnasien
gleichgestellt worden sind, so finde ich mich veranlasst, in Beziehung auf
die in der Cirkular-Verfügung vom 2. August 1855 festgestellten Bestim
mungen über die wissenschaftliche Befähigung der zum Studium der Thier
heilkunde zuzulassenden Civil-Eleven der hiesigen Königlichen Thierarznei
schule folgende Modifikationen eintreten zu lassen:
Diejenigen jungen Leute, welche zum Studium der Thierheilkunde auf
der Königlichen Thierarzneischule hierselbst als Civil-Eleven zugelassen
werden wollen, haben ihre Befähigung dazu durch den Nachweis der Reife
für die erste Abtheilung der Sekunda eines Gymnasiums oder derselben
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