Titel:
Die Thierärztliche Hochschule zu Berlin 1790 - 1890
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Semesters sehr viel besser als den neu eingetretenen bekannt ist,
worauf es bei den anatomischen Uebungen in erster Linie ankommt.
Besondere Schwierigkeiten für den anatomischen Unterricht er
wuchsen während des letzten Decenniums aus dem Umstande, dass die
Zahl der im Beginn des Sommer-Semesters aufgenommenen Studiren-
den von Jahr zu Jahr gestiegen ist. Dadurch wurde die durch den
Normal-Lehrplan festgestellte Reihenfolge, in welcher die Vorlesungen
gehört werden und die praktischen Uebungen stattfinden sollten, er
heblich gestört. Um diese Uebelstände so viel wie möglich aus
zugleichen, haben die im Beginn des Sommer-Semesters eingetretenen
Studirenden an einer von mir für die Königliche Landwirthschaftliche
Hochschule gehaltenen Vorlesung, welche sich mit Osteologie, Uro
logie , den Centralorganen des Nervensystems und den Sinnesorganen
beschäftigte, theilgenommen. Durch diese Vorlesungen und durch
von dem Assistenten bezw. von dem Prosektor gehaltene Repetitionen
über Osteologie wurden die im Sommer eingetretenen Studirenden
hinreichend vorbereitet, um das ganze folgende Winter-Semester hin
durch mit Nutzen bei den anatomischen Uebungen beschäftigt zu
werden. Dieselben wurden sodann in dem folgenden Winter-Semester
(dem vierten ihres Studiums) nochmals ein Vierteljahr zu den ana
tomischen Uebungen eingetheilt und auf diese Weise den im Beginn
des Winter-Semesters aufgenommenen Studirenden gleichgestellt.
Die Einrichtung weiterer bisher nicht in den Lehrplan aufge
nommener Vorlesungen und Uebungen machte es erforderlich, dass die
Dauer der Präparirübungen vom Jahre 1875 an auf täglich drei
Stunden (von 10 bis 1 Uhr) beschränkt werden musste. Diese
Verminderung der Stundenzahl hatte jedoch keine wesentliche Ab
kürzung der auf die Präparirübungen zu verwendenden Zeit im Ge
folge. Denn für diese Uebungen standen nur drei niedrige, fast
kellerartige und schlecht beleuchtete Räume zur Verfügung, in denen
während der frühen Morgen- und während der Nachmittagstunden
nur in beschränktem Maasse und nur in unmittelbarer Nachbarschaft
der Fenster gearbeitet werden konnte.
Dieselben sehr mangelhaften Räume mussten bis zum Winter-
Semester 1883/84 allein benutzt werden; in diesem Jahre wurde durch
den Neubau des pathologischen Institutes der zunächst für das letztere
bestimmte, unter Gerlach’s Direktorium errichtete Anbau des
Anatomiegebäudes frei, welcher nunmehr dem anatomischen Institute

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