Titel:
Die Thierärztliche Hochschule zu Berlin 1790 - 1890
PURL:
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VI Die Klinik für äussere Krankheiten,

Von
H. Möller.

Seit Errichtung der Thierarzneischule waren Vorlesungen über
Chirurgie und Operationslehre dauernd in dem Lehrplane derselben
vertreten. Professor Sick, welcher sich in Wien für dieses Lehrfach
vorbereitet hatte, hielt zuerst die genannten Vorlesungen, während der
klinische Unterricht vom Direktor Naumann und Sick in jährlichem
Wechsel ertheilt wurde. Als im Jahre 1804 die Leitung des Pferde
spitals Naumann allein übertragen worden war, lehrte Sick die
Krankheiten der übrigen Hausthiere, während Reckleben die Vor
lesungen über Chirurgie und Akiurgie übernahm. 1819 trat Dietrichs
in den Lehrkörper ein und erhielt die zuletzt genannten Vorlesungen
überwiesen; auch leitete derselbe mit Unterstützung des Repetitors
Haibach die Operationsübungen. Diese Thätigkeit setzte Dietrichs
jedoch nur bis zum Jahre 1823 fort. Mit seinem Ausscheiden gingen
die Vorlesungen auf Professor Hertwig über, welcher diese bis 1842
hielt, um sie alsdann wieder an Dietrichs abzutreten. Doch schon
im folgenden Jahre schied Dietrichs abermals aus, worauf die Vor
lesungen über Chirurgie und Operationslehre bis 1845 von Wenden
burg, bis 1846 von C. Günther gehalten wurden. 1846 übernahm
Hertwig diese von Neuem und wirkte als Lehrer für Chirurgie bis
zu seinem Ausscheiden im Jahre 1876. Die Operationsübungen waren
1845 der Leitung Günther’s unterstellt; 1846 übernahm diese der
Repetitor Richter und 1847 Gerlach, um sie 1851 an Spinola
abzutreten. Von 1871 bis 1874 standen diese Uebungen unter der

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