Titel:
Die Thierärztliche Hochschule zu Berlin 1790 - 1890
PURL:
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VII. Die Klinik für kleine Hausthiere.

Von
Pröhner.

Die ersten Anfänge des Spitals für kleine Hausthiere reichen
bis zum Gründungsjahre zurück. Es wurden nämlich im Jahre 1790
neben den Stallungen für Pferde auch 2 Ställe für Ziegen und Schafe,
sowie ein Stall für Hunde eingerichtet. Ein klinischer Unterricht
scheint indessen im Hundespitale vorerst nicht stattgefunden zu haben.
Bis zum Jahre 1815 sind in der Liste der aufgenommenen Thiere
Hunde nicht verzeichnet; erst im Jahre 1816 enthielt die Frequenz
liste 39 und im Jahre 1817 47 Hunde. In einem Berichte aus dem
Jahre 1817 wird erwähnt, dass es an der so nöthigen Einrichtung
eines Hundezwingers vollständig fehle, und dass sich wegen der
schlechten Beschaffenheit der vorhandenen Räume wissenschaftliche
Beobachtungen an den Hunden überhaupt nicht anstellen lassen. Erst
im Jahre 1818 wurde ein zu Untersuchungszwecken dienendes Spital
für kranke Hunde eingerichtet und die Leitung desselben dem Repetitor
Grüll unter Aufsicht des Professor Reckleben übergeben. Die Leistun
gen des Instituts scheinen indessen keine zufriedenstellenden gewesen
zu sein. Durch Ministerialerlass vom Jahre 1823 wurde deshalb die
Leitung des Instituts dem Repetitor Hertwig übertragen. Mit Hert-
wig beginnt die wissenschaftliche Aera des Instituts. In weiteren
Kreisen sind namentlich seine aus den Jahren 1823—26 stammenden
klinischen experimentellen Untersuchungen über die Hundswuth be
kannt geworden, welche er im Jahre 1828 im Journal für prakti-

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