Titel:
Die Thierärztliche Hochschule zu Berlin 1790 - 1890
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Der Königlichen Regierung wird in Verfolg der Verfügung vom 19. d Mts.
zu Ihrem ferneren Verhalten hierdurch bekannt gemacht, dass der Herr
Oberstallmeister von Jagow das unterzeichnete Ministerium in einem
Schreiben vom 17. d. Mts. davon unterrichtet hat, dass er bereits die Thier
arzneischule vom Inhalte der Kabinets-Ordre vom 9. Juni er. in Kenntniss
gesetzt und dieselbe an das Ministerium des Innern und an das Kriegs
ministerium verwiesen, auch zugleich dem Ober-Marstallamte aufgegeben
hat, sämmtliche Akten, welche auf die Anstalt Bezug haben, dem (von der
Regierung zu ernennenden) Kommissarius zu übergeben.
Berlin, den 22. Juli 1817.
Ministerium des Innern. Vierte Abtheilung.
Da das Ministerium in Erfahrung gebracht hatte, dass die Ver
waltung der Thierarzneischule bis Ende August von der Regierung
noch nicht übernommen war, so wurde letztere aufgefordert, die Ueber
nahme zu beschleunigen und namentlich dafür zu sorgen, dass der
Unterricht „reichlicher und planmässiger“ stattfände als bisher. Gleich
zeitig wurden der Regierung die vor einigen Jahren von den damals
zur Untersuchung des Instituts beauftragten Kommissarien, Staatsrath
Langer man ii und Geheimer Rath Rudolphi, eingereichten Vor
schläge zum Studienplane übersandt.
Der Königlichen Regierung ist schon durch die Verfügungen vom 19.
und 22. v. Mts. die Uebernahme der Aufsicht und Verwaltung der Thier
arzneischule hierselbst kommittirt worden. Das Ministerium des Innern hat
indessen seitdem noch nicht nur nichts von Ausführung dieses Auftrages
gehört, sondern es verlautet auch, dass bis jetzt noch nichts Wesentliches
zur Sache geschehen sei.
Dies kann aber nicht nachgesehen, sondern es muss vielmehr beson
ders deshalb Beschleunigung in die Sache gelegt werden, weil das Winter
semester nahe und es denn doch vorläufig schon möglich ist, dafür zu
sorgen, dass darin der Unterricht selbst etwas reichlicher und planmässiger
als bisher gegeben werde.
In diesem Bezüge wird auf den Grund des vor einigen Jahren von
den damals zur Untersuchung des qu. Instituts beauftragten Kommissarien,
Staatsrath Langermann und Geheimen Rath Rudolphi, erstatteten Be
richts, nach dessen Anleitung der Königlichen Regierung noch fernere spe
cielle Instruktion zugehen zu lassen vorbehalten wird, derselben vorerst das
von den Kommissarien eingereichte Project eines Studienplans nebst Er
läuterungen hierbei abschriftlich mitgetheilt, um jenen Studienplan (denn
die Erläuterungen dazu hat sich die Königliche Regierung nur zu ihrer
Notiz dienen zu lassen und nicht weiter zu divulgiren, auch sich für jetzt
zn hüten in Ihren Ausfertigungen und Verhandlungen, niemals den ersten
und zweiten Professor, als solche, sondern nur den einen und den andern
zu nennen) mit den beiden Professoren der Anstalt durchzugehen und binnen
längstens drei Wochen eine bestimmte Erklärung zu beschaffen:
1. Ob es wichtige Hindernisse habe, sogleich im nächsten Semester
diesen Lehrplan (nach No. 2) und die darin vorgeschriebenen Stunden zu
befolgen, und worin solche etwa bestehen könnten?

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