Titel:
Grundriss der Geschichte der Thierheilkunde
Personen:
Eichbaum, Friedrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN618743537/136/
dass aus der Armee eine Anzahl tüchtiger Schmiede auf die Dauer
eines vollen Semesters in die Centralveterinärschule beordert und im
Hutbeschlage, Exterieur, Hufkrankheiten und Chirurgie unterrichtet
werden sollte. Individuen, welche in dieser Zeit keine Fähigkeit für
den höheren Veterinär unterricht zeigten, sollten am Ende des Semesters
als Hufschmiede geprüft und in den Regimentern als Escadronsschmiede
angestellt werden. Die zu dem höheren Unterricht geeigneten sollten
hingegen als Veterinäreleven eintreten, den für die Civileleven vor
geschriebenen 3 jährigen Kursus durchmachen und später im Veterinär
dienst der Armee eine Anstellung erhalten. Diese Verordnung wurde
jedoch schon Ende 1840 aufgehoben; die Stellen beim Militär wurden
seit dieser Zeit ausschliesslich durch Concurs von den Civilthierärzten be
setzt und die Ausbildung der Schmiede dem Regimentsveterinär übergeben.
Bei der Reorganisation der Anstalt 1810 wurde Laub end er als
zweiter, Schwab, der seit 1806 an Stelle des verstorbenen Dr. v. Tein
als Repetitor fungirt hatte, als dritter Professor angestellt. Laubender
starb bereits nach 5 jähriger Thätigkeit. Sein Nachfolger war der
Militär-Unterarzt Dr. med. Mundigl. Die Lehrgegenstände wurden unter
die 3 Docenten so vertheilt, dass Will spez. Pathologie und Therapie, Ge
burtshilfe, Exterieur, Seuchenlehre und Geschichte der Seuchen und
die Leitung der Klinik, Schwab allgemeine Pathologie und Therapie,
Chirurgie, Operationslehre, Arzneimittellehre und Anatomie, Mundigl
Naturgeschichte, Physik, Chemie, Viehzucht und Gestütskunde vor
zutragen hatte. Der Schmiedelehrer Gentner lehrte den theoretischen
und praktischen Hufbeschlag. Nach WilUs Tode (1821) übernahm
Plank (vorher Landgerichtsarzt in Greding) Naturlehre, Chemie, Botanik,
Diätetik, Viehzucht, Gestütskunde, Arzneimittellehre, Receptirkunde,
Viehseuchen, Mundigl allgemeine und specielle Naturgeschichte,
allgemeine und spezielle Pathologie und Therapie, Geburtshülfe ‘.
Schwab Anatomie und Physiologie, gerichtliche Thierheilkunde,
Chirurgie, Exterieur. Die chirurgische Klinik leitete Schwab, die
medicinische Mundigl. In Gentner’s Stelle trat 1839 der Thierarzt
Conrad Schreiber ein. Der nach Mundigl’s Tode berufene
Dr. Martin Kreutzer übernahm ferner die Vorlesungen desselben,
wurde jedoch 1850 entlassen und seine Stelle und seine Vorlesungen
dem Privatdocenten der Veterinär-Wissenschaften an der Universität
Dr. Dominicus Hofer zunächst provisorisch übertragen. — Im
Jahre 1852 trat eine Reorganisation des Unterrichtsplanes, sowie der
inneren Einrichtung der Anstalt ein. Die Dauer des Unterrichtes
blieb dieselbe; zu den bisherigen Vorlesungen, die auf 3 Jahre vertheilt
bleiben sollten, kam noch die pathologische Anatomie, die Poliklinik,
sowie ein Cursus im Reiten und Fahren hinzu. Zur Aufnahme musste
der Nachweis der entsprechenden Vorbildung durch Vorlage des
Gymnasialabsolutoriums, oder des Absolutoriums einer vollständigen
Landwirthschafts- oder Gewerbeschule geliefert werden. Absolvirte
Gymnasialschüler hatten hierbei zur Ermittelung der nöthigen Vorkennt

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