Titel:
Grundriss der Geschichte der Thierheilkunde
Personen:
Eichbaum, Friedrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN618743537/154/
seine Vorlesungen wurden von dem Privatdocenten und Lehrer an der
Thierarzneischule zu Zürich Luchsinger übernommen, von Nieder
häusern starb am 4. März 1882; in demselben Jahre auch Hartmann.
Das Directorium übernahm Berdez, während für Anatomie, Histologie
und Embryologie der Privatdocent Dr. Flesch aus Würzburg be
rufen wurde.

Die Thierarzneischule zu Zürich
wurde 1820 auf Anregung eines Dr. Roemer gegründet. Der erste
Lehrer an der Anstalt war J. Casp. Michel; als zweiter Lehrer wurde
bald darauf dessen Schüler J. C. Wirth (gest. 1849) angestellt, der 1832
in den Gesundheitsrath berufen wurde und in dieser Stellung sowohl
für das Veterinärwesen im Allgemeinen, wie für die Anstalt viel geleistet
hat. Einige Jahre später wurden ferner der praktische Arzt Hirzel
(gest. 1855), der eine Zeit lang die Klinik geleitet zu haben scheint,
sowie Bliggenstorfer (gest. 1861) für die ambulatorische Klinik und
Geburtshülfe angestellt.
Durch Gesetz vom 13. Januar 1834 wurde die Anstalt reorganisirt
und bestimmt, dass das Lehrpersonal aus zwei Lehrern und einem
Hülfslehrer bestehen sollte, die mit Zuziehung der Aufsichtsbehörde der
Thierarzneischule von dem Erziehungsrathe gewählt werden sollten.
Die Unterrichtsdauer war auf 2 Jahre festgesetzt; derselbe sollte ausser
Chemie, Naturgeschichte der Säuge- und besonders der Hausthiere die
wesentlichsten Veterinär-Disciplinen umfassen. Es wurde dabei hervor
gehoben, dass der Unterricht vorzugsweise die Ausbildung praktischer
Thierärzte bezwecken sollte, welche in der Erkenntniss und Heilung der
Krankheiten der Hausthiere, insbesondere des Rindviehes so, wie es
zur nützlichen Ausübung des thierärztlichen Berufes nothwendig ist,
unterrichtet werden sollten. Dabei sollte der Unterricht der Fassungs
kraft der Schüler angemessen ertheilt werden und alles, was in das
Gebiet der Speculation gehört, vermieden werden. Alle Lehrfächer
sollten in jedem Unterrichtscurse wenigstens einmal während eines oder
zwei Semestern vollständig vorgetragen werden; die Thierzergliederungs
kunde, die Naturlehre des belebten Thierkörpers und die allgemeine
Krankheits- und Heilungslehre aber immer zwei Mal, und der Unterricht
im Krankenstalle während des ganzen Cursus ertheilt werden. Nach
Ablauf eines jeden Semesters wurde von den Lehrern mit den Schülern
ein öffentliches Examen über die von ihnen gehörten Fächer im Beisein
der Aufsichtscommission abgehalten. Nach abgelegter letzter Semester
prüfung ertheilt die Aufsichtscommission jedem Schüler ein auf die Re
sultate der Prüfungen sich stützendes Entlassungszeugniss.
183 . wurde J. Frey (geb. 1813), der die Thierarzneikunde zu Zürich
und Stuttgart (1832—33) studirt hatte, zunächst als klinischer Assistent
und Prosector angestellt. Nach dem Tode Wirth’s (1849) erhielt die

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