Titel:
Grundriss der Geschichte der Thierheilkunde
Personen:
Eichbaum, Friedrich Wikipedia
PURL:
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Chirurgie. Akiurgie. Ophthalmplogie. Geburtshilfe. Hufbeschlag. 225
aus dem Gebiete der Pathologie, von denen namentlich die »über Eiterknoten« in
Vix und Hebel's Zeitschrift, sowie jene ȟber die Heilkraft der Natur in Bezug auf
die Grundsätze der Zoochirurgie« 1828 und über die Darrsucht der Füllen 1830 her
vorzuheben sind.
Noch hervorragender als Veterinärchirurg ist zweifellos
Carl Heinrich Hertwig:
geb. 1798 zu Ohlau, gestorben 1881 zu Berlin. Hertwig hatte anfangs Chirurgie in
Breslau studirt, wandte sich einer Aufforderung der Regierung folgend der Thierheil
kunde zu und begab sich zum Studium derselben zunächst nach Wien, später nach
München. 1822 bestand er das Approbationsexamen als Thierarzt und wurde im
folgenden Jahre als Repetitor an der Thierarzneischule zu Berlin angestellt. 1829 er
folgte seine Ernennung zum Oberlehrer; gleichzeitig übernahm er den klinischen
Unterricht neben den Vorlesungen über Chirurgie und Arzneimittellehre. Im Jahre 1877
trat Hertwig in den Ruhestand. Ausser zahlreichen Abhandlungen aus dem Gebiete
der Pathologie verfasste er 1850 sein »Practisches Handbuch der Chirurgie für Thier
ärzte«, welches einen bleibenden Werth für die Veterinair-Medicin besitzt, ferner ein
Handbuch der Arzneimittellehre 1833 (5. Ausl. 1872), sowie in Verbindung mit Gurlt
eine Operationslehre für Thierärzte 1847.
Die neueren Werke über Chirurgie, wie die von Armbrecht, 1862
bis 1870, von Stockfleth 1873, von Pütz, Lehrbuch der allgemeinen
chirurgischen Pathologie 1874, und vonFricker, chirurgisches Vademecum
1875, tragen den Errungenschaften auf dem Gebiete der Chirurgie des
Menschen, die sich namentlich auf die Lehre von der Entzündung und der
Wundheilung beziehen, sowie der vervollkommneten chirurgischen Technik
Rechnung. Die antiseptische Wundbehandlung, die elastische Ligatur, das
Esmarch'sehe Kautschukrohr, der Thermocauter haben auch in die
Veterinärchirurgie Eingang gefunden; selbst die Massage hat man in
neuester Zeit in der Thierheilkunde einzuführen versucht, wie es scheint
jedoch, ohne besonderen Erfolg.
Ueber Akiurgie erschien im Jahre 1803 von Chr. Heinr. Schreger
(1768—1833, Professor der Chemie und Arzneimittellehre zu Wittenberg,
später in Halle) eine »Operationslehre für Thierärzte«, welche alles zu
jener Zeit über veterinärchirurgische Operationen Bekanntes enthält,
jedoch viele unnöthige Operationen ohne eigene Erfahrung zusammenstellt.
Dann erschien später (1847) die chirurgische Anatomie und Operations
lehre von Gurlt und Hertwig, welche neben einer anatomischen Dar
stellung der bei den wichtigsten chirurgischen Operationen in Betracht
kommenden Regionen eine ausführliche Beschreibung der Operationen,
wie der dabei gebrauchten Instrumente enthält. Eine noch grössere Ver
breitung erhielt das Handbuch der thierärztlichen Operationslehre« von
Hering (1857), gewiss das gediegenste und vollständigste Werk, welches
dieVeterinärliteratur auf diesem Gebiete besitzt.
Zu erwähnen sind endlich die Werke von Falke, die veterinair-
chirurgische Instrumenten-, Verband- und Operationslehre 1848, sowie
von Förster, Thierärztliche Instrumenten- und Verbandlehre, Wien 1861,
sowie »Compendium der Operationslehre für Thierärzte 1867«.
Zum Ausbau der Veterinär-Chirurgie und Akiurgie haben ferner die
Eichbaum. 15

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