Titel:
Grundriss der Geschichte der Thierheilkunde
Personen:
Eichbaum, Friedrich Wikipedia
PURL:
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Dr. Kreutzer aus Augsburg eröffnet, welcher auch zum Vorsitzenden
gewählt wurde. Als Vereinsorgan wurde das von Kreutzer redigirte
»Repertorium und Literatur-Journal des Vereins bayerischer Thierärzte«
begründet. Die in dieser Sitzung berathenen Statuten, welche einen
Verein betrafen, bei dem sich die sämmtlichen Thierärzte Bayerns
betheiligen sollten, wurden indessen von dem Ministerium nicht ge
nehmigt und zwar mit der Motivirung, dass durch den Verein der
Missstand hervorgerufen werde, dass zeitweise im ganzen Lande die
thierärztliche Hülfe vollständig fehlen würde. — Nachdem so die
Gründung eines Gesammtvereines misslungen war, forderte Kreutzer
auf, Kreisvereine zu bilden. Es entstanden in Folge dessen solche
Vereine in sämmtlichen Kreisen des Königreiches, und zwar der
erste im Jahre 1842 in der Pfalz, 1845 und 1846 in Ober-Bayern,
Nieder-Bayern, Schwaben und Neuburg, Mittelfranken, 1848
in der Oberpfalz und Lnterfranken, später auch in Oberfranken.
Die so gegründeten Vereine waren indess in den ersten Jahren ihres
Bestehens nicht in der Lage, namentlich wegen der geringen Theil
nahme der Thierärzte, eine ersprießliche Thätigkeit zu entfalten. Um
dieselben mehr einheitlich zu gestalten, wurde 1848 in Ingolstadt be
schlossen, dass ein General-Comite der thierärztlichen Kreis
vereine mit dem Sitze in München gebildet werden sollte, welches
die Interessen des gesammten Vereinswesens gegenüber der Staats
regierung und dem Publicum zu vertreten habe. Von jedem Kreis
vereine sollte ein Delegirter zu den Sitzungen und Verhandlungen dieses
Comites gesendet werden. Dieses General - Comite constituirte sich im
Jahre 1849; erster Vorstand desselben war der Thierarzt Bettinger in
München. Berathungsgegenstand der ersten Versammlung war zunächst
die Lage des Veterinair-Wesens in Bayern; es wurde in dieser Beziehung
namentlich die Nothwendigkeit der Anstellung von Amts- und Kreis
thierärzten, sowie eines Landesthierarztes hervorgehoben. Andere
Punkte waren die Einrichtung des Gestüts- und des Abdeckerwesens,
sowie die Revision des Währschaftsgesetzes.
Bettinger schlug im Jahre 1850 in einem an die sämmtlichen
Kreisvereine Bayerns gerichteten Schreiben eine Abänderung der Statuten
vor. Nach dieser sollte das General-Comite aus acht, von den einzelnen
Kreisvereinen gewählten Mitgliedern und aus dem Comite-Ausschusse
bestehen. Dem von dem Oberbayerischen Vereine aus den Münchener
Thierärzten gewählten Vorstande sollte das Recht zustehen, die Ausschuss
mitglieder in der Zahl von 6 aus den in München sowohl, als den in
nächster Umgebung wohnenden Thierärzten zu wählen. Dieser Comite-
Ausschuss sollte verpflichtet sein, wenigstens alle zwei Monate eine
Sitzung zu halten und alle vorkommenden Vereinsangelegenheiten zu
berathen. Bettinger legte, wie es scheint, in Folge von Meinungs
differenzen in Bezug auf diese Vorschläge, Ende 1850 die Vorstand
schaft nieder, worauf dieselbe provisorisch der Thierarzt Ni das über
nahm. Eine abermalige Aenderung seiner Statuten erfuhr das Comite

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