Titel:
Grundriss der Geschichte der Thierheilkunde
Personen:
Eichbaum, Friedrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN618743537/76/
mit 22 Kupfertafeln heraus, die indessen nur eine Uebersetzung von Snape’s Pferde
anatomie, eigentlich der von Ruini ist; Garsault sowohl, wie Snape haben ihre
Quellen verschwiegen. In seinem Nouveau parfait Marechal findet sich die erste
Veterinärpharmacopoe vor. Neben Anweisungen über Einsammlung, Aufbewahrung
der Medicamente, werden letztere beschrieben und abgebildet und unter die Rubriken
Purgativ, Vomitiv, Diuretica, Aperitiv, Carminativ u. s. w. eingereiht. Die an
gegebenen Dosen sind für das Pferd meist zu schwach
de la Gueriniere, gest. 1751. 1729 veröffentlichte er die Ecole de cavalerie.
Der dritte Theil des Werkes über Anatomie des Pferdes und Heilung der Krankheiten
desselben ist, wie aus der Vorrede ersichtlich, nicht von ihm, sondern von einem
Pariser Arzt verfasst. Die Beschreibungen der Krankheit sind kurz und deutlich.
Das Werk ist auch in’s Deutsche (von Knoell 1791), Spanische (von Irurzun 1756)
und ins Italienische (von Melleville 1784) übersetzt.
Gaspard de Saunier. Sein 1734 erschienenes, mit vielen Kupfern ausgestat
tetes Werk führt den Titel: la parfaite connaissance des chevaux, leur anatomie etc.
Obwohl viel aus Solleysel entnommen, so sind seine Beschreibungen der Krankheiten
unvollkommen und häufig unrichtig. Die Kupfertafeln sind zum grossen Theile aus
Ruini; Saunier’s eigene sind unbrauchbar, weil meist fingirt. Die deutsche Ueber
setzung von Wilke 1767 besitzt noch einen Anhang, enthaltend die Erfahrungen,
die seit der Ausgabe des französischen Originales in der Thierheilkunde gemacht waren,
und zwar Schreber’s Methode, den Rotz zu heilen, das Mittel von Lafosse, das
Blut zerschnittener oder verletzter grosser Pulsadern ohne Unterbindung zu stillen ;
Schreber’s Mittel gegen den Verschlag der Pferde, die Heilung der Beinbrüche
nach Ruini und v. Sind; die Vorschläge von Lafosse und Bridges zu einer Ver
besserung des Hufbeschlages.
Einer der hervorragendsten französischen Thierärzte dieser Zeitperiode ist un
streitig
Lafosse9 der Vater (gest. 1765). Ausgezeichnet durch seine Untersuchungen
über den Sitz des Rotzes, wobei er den Gebrauch des von dem Chirurgen Pare er
fundenen Trepans empfahl. Die Chirurgie bereicherte er durch die Anweisung der
Application der Fontanelle und Haarseile. 1749 gab er heraus: Traite sur le veri-
table siege de la morve et les moyens d’y remedier. 1750 übergab er der
Academie eine Abhandlung über Lycoperdon (Bovist) als blutstillendes Mittel.
Auf dem Gebiete des Hufbeschlages ist Lafosse geradezu Reformator gewesen. 1754
verfasste er ein Traite des accident, qui arrivents dans le sabot du cheval; ferner
observations et decouvertes faites sur des chevaux, avec une nouvelle pratique
de ferrure, in welchem eine recht gute Anatomie des Pferdefusses enthalten ist;
zwei Jahre später eine Nouvelle pratique de ferrer les chevaux.

England.
Bis auf Blundevill war auch England in Allem, was Zucht, Dressur
des Pferdes, sowie die Heilkunde desselben anbelangt, vom Auslande
abhängig, und lag die Ausübung der Thierheilkunde in den Händen
von Italienern und Franzosen, die in bedeutender Anzahl an den Höfen
der englischen Grossen unterhalten und als Bereiter oder Kurschmiede
beschäftigt wurden. Einer der hervorragendsten ist Claudio Corte dei
Pa via, der als Stallmeister im Dienste des bekannten Lord Dudley
Earl ofLeicester stand und der sich auch durch das 1573 zu Venedig

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