Titel:
Grundriss der Geschichte der Thierheilkunde
Personen:
Eichbaum, Friedrich Wikipedia
PURL:
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hat neben seinen Erfahrungen zweifellos jene von Solleysel benutzt (freilich ohne
die Quelle zu nennen) und hierdurch die besseren medicinischen Grundsätze der fran
zösischen Schriftsteller nach England gebracht. Die anatomischen Kupfertafeln in
seinen Schriften sind nur eine Nachbildung der Ruini’sehen. — Sein Sohn William
Gibson, der sich ebenfalls dem Berufe des Vaters gewidmet, jedoch nicht die Be
rühmtheit desselben erlangt zu haben scheint, gab 1755 ein Buch heraus unter dem
Titel: Mr. Gibsons short practical Method of Cure for Horses extracted form
his new Treatise on their Diseases, and fitted for the pochet.
Braken, ein Arzt, der unter Boerhave Medicin studirt und sich aus Lieb
haberei mit der Pferdeheilkunde beschäftigte. Sein Werk Farriery improv’d, or a
compleat Treatise upon the Art of Farriery erschien 1739 in zwei Bänden. Aus dem
Französischen übersetzte er die Abhandlung von Lafosse über den Rotz, sowie den
Gebrauch des Trepans.
J. Bridges, anfangs Huf- und Pferdearzt in Berkshire, später in London; in seinem
1751 herausgekommenen Buche: »No foot, no horse« behandelt er auf den ersten
92 Seiten die Anatomie des Fusses. Er machte Lafosse die Priorität des Gebrauches
des Trepans streitig und macht in einem Anhange seines Buches die Anzeige, dass
er diese Operationsmethode schon oft vorgenommen und schon vor 12 Jahren in
Berkshire verrichtet habe.
J. Bartlet hatte Chirurgie studirt. 1754 erschien von ihm The gentlemans Far
riery or a practical Treatise on the diseases of Horses (1812 in 12. Auflage; in’s
Französische von Dupuy Demportes, in’s rDeutsche von Bucholz übersetzt),
ausserdem eine Pharmacopaeia Hippiatrica (ebenfalls von Bucholz in’s Deutsche 1878
übersetzt). Das letztere Werk »ist zu viel mit Pathologie und Therapie überladen«,
enthält jedoch viele gute und besonders viele einfache Arzneiformeln. J. Lawrence
sagt von ihm: Er kann als der Commentator von Gibson und Bracken angesehen
werden, deren Auswüchse er scharfsinnig beschneidet. Auch aus dem eigenen Schatze
seiner veterinärischen Kenntnisse trug er Manches zur Belehrung des Publikums bei,
aber den meisten Nutzen gewährte sein Buch durch die Mittheilung der Theorie des
berühmten Lafosse über Beschlag und Behandlung der Füsse, und obgleich dieselbe
nicht als vollkommen und immer anwendbar betrachtet werden kann, so wurde sie
doch in England ein Stimulus zu weiteren Untersuchungen und Verbesserungen im
Hutbeschlage, auch mag seine Vorrede manche Wundärzte ermuntert haben, sich der
Veterinair-Praxis zu widmen.
Berenger, gab 1754 zu London eine Uebersetzung von Bourgelat’s Reitkunst
unter dem Titel: New System of Horsemanship heraus. 1771 erschien in 2 Bänden
seine History and Art of Horsemanship.
Snape, Edward, veröffentlichte eine Darstellung der Muskeln des Pferdes auf
einem Blatte, die aber sehr unrichtig sein soll, ferner Reflections on the feet and
shoes of horses; 1776 hatte er einen Plan zur Errichtung eines Thierspitals und einer
damit verbundenen Schule drucken lassen; die Subscription dazu gelang jedoch nicht.

Geschichte der Thierseuchen in diesem Zeitabschnitte.
Ebenso häufig und verheerend, wie im Mittelalter, treten auch in
dieser Periode die Viehseuchen auf, die sich nicht nur auf sämmtliche
Hausthiergattungen, sondern auch auf das Wild und Geflügel erstreckten.

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