Titel:
Der Pferdeliebhaber
Personen:
Oeynhausen, Boerries Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN629726159/11/
Schweis, starke stämmige Füsse, etwas längliche sehr zähe Hufe, grau
bräunliche Farbe und im Ganzen eine dem Esel nicht unähnliche Gestalt
haben.
In Grösse, Gestalt und Brauchbarkeit wesentlich abweichend fand
man das Pferd in allen gemässigten, in den meisten heissen und in vielen
nördlichen Gegenden der alten Welt. Es ist inzwischen sicher, dass das
Pferd vor der letzten grossen üeberschwemmung unseres Ertheiles, die
unter dem Namen Sündfluth bekannt ist, vorhanden war. An mehreren
Stellen sowohl in Europa als in Asien und Afrika hat man fossile Kno
chen von Thieren der Pferdegattung, meist in Gesellschaft von versteiner
ten Ueberresten des Nielpferdes, des Elephanten und Nasshornes, des Bä
ren, Tiegers, der Hirsche und verschiedener anderer Thiere gefunden.
Die Mehrzahl dieser Pferdeknochen ist von derselsen Grösse wie die der
jetzt lebenden Pferde; nur im südlichen Amerika will man Heberreste
eines gigantischen Pferdes aufgefunden haben. Die jetzt in der neuen Welt
im verwilderten Zustande angetroffenen Pferde sind wahrscheindlich erst
durch die Europäer dorthin verpflanzt worden, denn sie zeigen noch Merk
male einer edleren Abstammung.
Das natürliche Alter des Pferdes mag sich immerhin auf 30—40
Jahre belaufen, obgleich einige Beispiele noch höheren Alters der Pferde
bekannt geworden sind. Künstliche Aufzucht und deren Folgen für die
Körperbeschaffenheit , frühzeitige Dienstverwendung und verschiedene
Krankheiten kürzen die natürliche Lebensdauer ab und lassen mit weni
gen Ausnahmen, Pferde nach dem IS. Jahre schon als alte Pferde erschei
nen, deren abnehmende Kräfte nur noch zu geringerer Dienstleistung hin
reichen. Das Pferd besitzt zwar grosse Lebenszähigkeit und erholt sich,
durch Strapatzen und Krankheiten sehr herabgekommen in kurzer Zeit,
erliegt jedoch manchen Krankheiten wie z. B. Hirn-, Hals- und Lungenent
zündungen, Kolicken, Rotz, Wurm etc. auffallend schnell.
Zur Gattung Pferd gehört auch der Esel, das Zebra, das Quagga, das
Dschiggetai und das Bergzebra oder das Dauw. Das dem Esel ähnliche
Quagga wurde hie und da auch gezähmt; die anderen sind als wilde Thiere
zu betrachten. Der Esel begattet sich mit dem Pferde fruchtbar. Das
Produkt aus der Paarung des Eselhengstes mit der Pferdestute heisst:
Maulthier; es ist gross und stark und stellt eigentlich ein Pferd mit
Eselgestalt dar ; der M au 1 e s el, als Produkt der Paarung eines Pferde
hengstes mit einer Eselstute ist kleiner und erweist sich als Esel mit
Pferdegestalt; beide diese Bastarde sind für weitere Fortpflanzung unfä
hig. Bastarde des Pferdes mit anderen Thieren gehören in die Fabelwelt.

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