Titel:
Der Pferdeliebhaber
Personen:
Oeynhausen, Boerries Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN629726159/308/
am besten in der wärmeren Zeit des Frühjahres oder im Anfange des
Herbstes wenn die Luft gemässigt und das Wetter trocken jst, vorge
nommen werden. Bei mildem Wetter ist es dann besser das Füllen im
Freien laufen zu lassen, als es in einem heissen Stall einzusperren. Ein
grosser, gut gelüfteter Laufstall, wenn vorhanden, ist auch gut, denn
massige Bewegung, wie z. B. beim Weidegang ist vollkommener Untä
tigkeit vorzuziehen.
Wenn bei der Operation selbst keine groben Fehler gemacht werden,
so geht sie in den allermeisten Fällen wieder ohne Gefahr vorüber.
Zieht sich die Heilung länger als man es nach dem gewöhnlichen Ver
lauf erwarten kann, hinaus, so ist zu besorgen, dass sich eine Saamen-
strangfistel bilde, oder dass vielleicht ein Stück Spagath vom Unterbinden
der Saamenstränge in der Wunde zurückgeblieben ist. In beiden Fällen
muss rechtzeitig zweckmässige Behandlung eintreten um die gänzliche
Heilung herbeizuführen.

Das Schonen junger Pferde.
Einige Worte über das Schonen junger Pferde mögen hier am
Platze sein.
Gar vielfach wird unter dem Ausdruck S ch onen verstanden, dass
man ein junges Pferd recht viel im Stalle stehen lässt und es recht dick
füttert. Wird dieses soweit ausgedehnt, dass es den jungen Pferden nicht
allein an Uebung seiner Kräfte sondern sogar an Bewegung in frischer
freier Luft mangelt, erhält dabei das junge Pferd alhustark nährendes Fut
ter so kann dieses alles besonders für Lungen und Augen ebenso nachtheilig
werden und den Ruin des Pferdes herbeiführen, als zu harte Arbeit und
mangelhafte Nahrung die Entwicklung des Organismus überhaupt hindert,
Sehnen und Gelenke verdirbt.
Massige und zweckmässige Uebung, viele, mehr langsame Bewegung
die die Kräfte nicht momentan zu sehr in Anspruch nimmt, ist sehr dien
lich. Nur kurze Zeit ausdauernde, aber heftigere Bewegung regt zu sehr
auf, erhitzt Blut, Lunge und Gelenke zu schnell und die darauf eintre
tende zu lange dauernde Ruhe lässt die Kräfte zu lange in Unthätigkeit,
dadurch entsteht Neigung zu Entzündungen, die Kräfte werden nicht an
Ausdauer gewöhnt. Guter, kräftigender Nahrung, verbunden mit guter
Pflege überhaupt darf hinlängliche Bewegung, resp. Arbeit theils we-

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