Titel:
Der Fuß des Pferdes in Rücksicht auf Bau, Verrichtungen und Hufbeschlag
Personen:
Leisering, August Gottlob Theodor WikipediaHartmann, H. Moritz Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN630852073/260/
Keil bilde (Mg. 159, l. 4. 5). Eine kurze Zwicke macht die Nägel geschickt,
niedrig geschlagen werden zu können, während eine lange Zwicke ein
höheres Einschlagen möglich macht.
Ein bestimmtes Längenmaß läßt sich für die Zwicke schon des
wegen nicht angeben, da die verschiedenen Wandformen eine verschiedene
Zwickenlänge nöthig machen und auch die Länge etwas von der Stärke
der Nägel abhängig ist.
Niemals darf die Zwicke einen Haken bilden; sie muß
? stets gerade stehen, wohl scharf, aber nicht dünn und am
allerwenigsten unganz sein. Die zum Einschlagen und mit
Maschinen gezwickten, vollständig fertigen, polirten Hufnägel
von der Firma: Schreiber & Möller, Berlin und Anderen
werden wegen ihrer Gleichmäßigkeit und ihrer soliden Spitze
(Zwicke) anderen Nägeln vielfach vorgezogen, indessen ist zu
bemerken, daß dieselben den mit der Hand geschmiedeten
an Zähigkeit und Haltbarkeit nachstehen. Vergl. Lungwitz
der „Hufschmied" 1884 S. 74 und 75. Besondere Be
achtung verdienen diejenigen, deren Klinge dreischneidig*)
Mg. is«. (bajonettförmig) ist. Fig. 160. Als besondere Vorzüge
der zum Gebrauche vollständig fertigen Nägel sind zu nennen: Arbeits
und Zeitersparniß, sowie leichtes Einschlagen.
Von mit der Hand geschmiedeten Hufnägeln liefern Johs. H olland-
Letz in Steinbach-Hallenberg (Thüringen) sowie Alexander Müller
in Rübenau in Sachsen ausgezeichnet gute Waare.
Die Hufnägel mit hakenförmiger Spitze von dem Franzosen Barbe
haben sich nicht bewährt.

v. Aufnageln der Eise«.
Vor dem Aufnägeln des betreffenden Eisens wird dasselbe von
einem gewissenhaften Beschlagschmiede nochmals und zwar nun im kalten
Zustande dem Hufe aufprobirt und hierbei sorgfältig nachgesehen, ob
es auch wirklich in jeder Beziehung dem entspricht, was man von einem
gut passenden Eisen zu verlangen hat. Etwa sich ergebende Fehler
*) Die erste Idee solche Hufnägel zu fertigen schreibt sich Prof. vr.
P. Bendz zu Alnarp (Schweden) zu.
Fig. 160. Hufnägel mit bajoncttförmiger Klinge von der breiten und
schmalen Seite gesehen.

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