Titel:
Der Fuß des Pferdes in Rücksicht auf Bau, Verrichtungen und Hufbeschlag
Personen:
Leisering, August Gottlob Theodor WikipediaHartmann, H. Moritz Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN630852073/357/
des Eisens überstehen; vorn aber soll er etwas tiefer liegen als das
Eisen und auch noch dem Fingerdrucke nachgeben. Damit er diese Lage
erreicht, ist es nothwendig, namentlich bei der erstmaligen Anwendung,
den Puffer nach der Aus
höhlung der Sohle durch
Beraspeln oder Beschneiden
passend zu machen. Die
Zubereitung des Hufes ge
schieht in gewöhnlicherWeise,
nur muß man die Strahl
spitze nicht zu hoch lassen.
Nachdem das Eisen mit 2
Nägeln angeheftet ist, setzt
man den Puffer zur Probe
ein und untersucht seine
Lage; erst nachdem man
die etwa entdeckten Fehler
beseitigt hat, darf die voll
ständige Befestigung des
Eisens erfolgen.
Da für Vorderhufe 20
und für Hinterhufe lO verschiedene Größen existiren, so wird man bei
der Auswahl nicht in Verlegenheit kommen. Man nehme die Puffer
aber möglichst lang, damit die Strahlschenkel gedeckt werden.
Die Dauerhaftigkeit der Puffer ist verschieden, je nach dem Ge
brauche der Pferde halten sie 6—12 Beschläge aus.
Die Puffer dürfen nur während der Dienstleistung im Hufe ver
bleiben, sobald das Pferd in den Stall gebracht wird, sind sie zu ent
fernen, mit kaltem Wasser zu reinigen und kalt aufzubewahren. Läßt
man die Puffer im Hufe, wenn das Pferd im Stalle steht, so entsteht
Strahlfäule, Sohlenquetschungen, Anschwellen der Beine und andere
Nachtheile.
Die Puffer sind nicht anzuwenden bei ausgedehnten Erkrankungen
der weißen Linie, denn da ist die Ledersohle am Platze. Sollen sie
Behufs Heilung von Hufkrankheiten benutzt werden, so höre man den

Fig. 206. Hufeisen mit eingelegtem Hartmann'schen Gummihufpuffer.

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