Titel:
Der Fuß des Pferdes in Rücksicht auf Bau, Verrichtungen und Hufbeschlag
Personen:
Leisering, August Gottlob Theodor WikipediaHartmann, H. Moritz Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN630852073/358/
Rath eines erfahrenen Thierarztes. Daß die Gummipuffer die Aus
dünstung der Hufe verhindere, wie behauptet worden ist, beruht auf
Irrthum.
In London benutzt man ähnliche Puffer, welche sich von dxn Hartmann'-
schen dadurch unterscheiden, daß ihre Bodenflächen theilweise mit Vertiefungen
versehen sind; die Huffläche dagegen ist mit einer Lage lockeren, schwammigen
Gummi überzogen. Man nennt sie dort: New patent anticoncussion Horse-
Shoe-Pads. Zu beziehen von Preist u. Co., London W., Oxfordstreet 514.
4. Taupuffer.
Diese vom Hofschmiedemeister Chr. Baak-Berlin erfundenen Puffer
bestehen aus getheertem Tau, einer Lederplatte und einer Filzunterlage,
welche Gegenstände so zusammengearbeitet sind, daß sie einen Puffer
bilden, der dem vorigen ähnlich ist und auch in derselben Weise ein
gelegt wird. Auf uassem, schmierigem Asphalt-, Holz- oder Steinpflaster
schützt er besser gegen Ausgleiten als der Hartmann'sche Puffer, weil
seine Bodenfläche sich mit Sand imprägnirt und somit stets eine rauhe
Fläche darstellt. Er wird im Stalle nicht herausgenommen. Der Preis
ist ä Paar (gleichviel welcher Größe) ji 3. 50.
5. Strohpuffer.
Der Strohpuffer ist vom Oberroßarzt R ei nicke (Großherz. Hess.
Feld-Artillerie-Reg. Nr. 25) erfunden. Er stellt eine aus Strohgeflecht
hergestellte Platte dar, die in ihrer Große dem inneren Raume des
Hufeisens entspricht. Man benutzt zu dieser Sohle ein stark abgedachtes
Eisen, dessen Schenkelenden jedoch etwas mehr zusammengebogen sein
müssen, als wie es bei den Hartmannffcheri Gummipuffern der Fall ist.
Vor dem Einlegen wird der Puffer naß gemacht und Hornsohle und
Hornstrahl mit Holztheer bestrichen, um der Strahlsäule vorzubeugen.
Damit der Puffer fest sitzt, wähle man ihn so groß, daß sein Rand
zwischen Huf und Eisen hineinragt. Wenn der Stall trocken und der
Strahl nicht faul ist, bleibt er bis zur nächsten Beschlagserneuerung liegen.
Er theilt die angegebenen Vortheile und ist sehr billig. Der
Pferdewärter kann ihn selbst fertigen.
Nachtheile: Zu beklagen bleibt seine geringe Haltbarkeit bei der
Benutzung auf rauhem, hartem Boden. Findet er bei Hufen mit faulem
Strahl Verwendung, so wird die Strahlfäule nicht selten schlimmer, selbst

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