Titel:
Der Fuß des Pferdes in Rücksicht auf Bau, Verrichtungen und Hufbeschlag
Personen:
Leisering, August Gottlob Theodor WikipediaHartmann, H. Moritz Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN630852073/361/
In Folge der überaus schätzbaren Eigenschaften kann das künstliche
Horn Anwendung finden:
1. Bei zu niedriger oder ausgebrochener Wand, um jene zu erhöhen
und diese zu ersetzen.
2. Bei Hornspalten, um sie zu verschließen und das Eindringen
von Schmutz zu verhindern.
3. Für sich allein oder in Verbindung mit Leder zur Erhöhung
des Tragerandes bei Flachhufen, Vollhufen und Rehehufen.
4. Zur Erhöhung des zu niedrigen Strahles bei der Anwendung
eines geschloffenen Eisens.
Dagegen ist es nicht zu empfehlen bei getrennter Wand, denn hier
verursacht es eine Vergrößerung der Trennung oder ist wenigstens der
Heilung hinderlich.
Die Anwendung des künstlichen Hornes ist sehr leicht. Man trägt
die langsam über gelindem Feuer geschmolzene Masse mittelst eines Spatels
auf die Stelle, die ausgefüllt oder erhöht werden soll auf und formirt
sie dann mit einem eigens dazu gefertigten mäßig warmen Eisen, wie
man es gerade für zweckmäßig hält.
Doch sind vor der Anwendung gewisse Vorsichtsmaßregeln
nicht zu versäumen; von ihrer Beobachtung kann der ganze Erfolg des
Mittels abhängig sein.
Die Hauptsache bei dem Aufträgen des künstlichen Hornes ist, wie
auch Defays schon sehr richtig bemerkt, daß diejenige Stelle am
Hufe, wo man die Masse anwenden will, nicht imGeringsten
fettig sein darf.
Da nun eine ganz kleine, oft kaum wahrnehmbare Menge Fett
schon hinreicht, den Erfolg in Frage zu stellen, so bedient man sich zur
völligen Beseitigung des Fettes des Schwefeläthers oder des Benzins, in
dem man die betreffende Stelle mit einem vorher mit einer von diesen
Flüssigkeiten befeuchteten Wergbausch tüchtig abreibt.
Eine zweite Vorsichtsmaßregel ist die, daß man, da durch das
öftere Schmelzen ein und derselben Masse die guten Eigenschaften der
selben allmählich verloren gehen, nie mehr von der Masse schmilzt, als
eben verbraucht werden soll.
Wenn nach unaufmerksamer und ungeschickter Anwendung der Erfolg
nicht so sein sollte, als es erwartet wurde, so ist der schlechte Erfolg

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