Titel:
Ueber die Geschichte und die verschiedenene Formen der Reitkunst
Personen:
Oettingen, Burchard Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634185861/7/
Einleitung

Anglomanie und Reitkunst hört man öfter als Gegensätze nennen, und ganze
Bücher sind in dem Sinne darüber geschrieben, daß das Eine die Negation des
Anderen sei. Anglomanie kann allerdings verschieden definirt werden. Es ist
eigentlich ein böses Wort und muß freundlich verstanden werden. Wer die Geschichte
der Reitkunst richtig versteht, wird die Berechtigung dieses Gegensatzes nicht zugeben,
und wer in das Wesen der verschiedenen Reitformen eindringt, wird leicht den
inneren Zusammenhang auch zwischen Anglomanie und Reitkunst erkennen.

I. Kapitel.
Are Geschichte der Weitlmnff.
1. Abschnitt.
Die Zeit von Tenophon bis de la Gtariniere.
Die Geschichte der Reitkunst zeigt uns, wie die Geschichte aller menschlichen
Künste und Wissenschaften, keine stetige Entwickelung und keinen stetigen Fortschritt.
Auch bei ihr finden wir, graphisch dargestellt, die bekannte Sinuskurve wieder. Wo
und wann die Reitkunst Fortschritte machte, da blühte auch die Pferdezucht, und
umgekehrt. Ein Mal war die Reitkunst und ein ander Mal die Pferdezucht das
momentan agens.
Der Athenienser Xenophon giebt in seinem bekannten Reitbuche einen
interessanten Beweis, auf einer wie hohen Stufe die Reitkunst schon im grauen
Alterthum sich befunden hat. Bereits hier findet man Andeutungen über den
Training des Pferdes, welcher in täglicher Uebung und langsamer, aber stetiger
Steigerung der Arbeit bestehen soll; ferner Andeutungen über die Nothwendigkeit
und die Art der Bearbeitung und Ausbildung der Hinterhand rc. Die modernen
v. Dettingen, Geschichte und Formen der Reitkunst. 1

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