Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/41/
I. Die Invasionskrankheiten.

Die thierischen Parasiten, welche diese Krankheiten verursachen,
werden als Entozoen und Epizoen unterschieden; jene leben im Inneren
des Wohnthieres, diese auf oder in der äusseren Haut desselben.
Letztere schaden in der Regel zunächst nur wenig, oft sogar nur in
Folge der Belästigung durch Juckreiz und durch Entziehung von
Nährmaterial; — dagegen können Parasiten, welche in die Gewebe
der verschiedenen inneren Körpertheile eindringen, je nach der Dig
nität und Vulnerabilität dieser schon frühzeitig erhebliche Störungen
und unheilbare Krankheiten verursachen.
Die hier in Betracht kommenden Entozoen gehören zum grossen
Theile den Würmern an. Bald sind es Plattwürmer, bald Faden
würmer, welche wir bei unseren Hausthieren als Krankheiterreger
antreffen.
Alle vollkommen ausgebildete hier in Betracht kommende Platt
würmer sind wahre Zwitter, welche somit sowohl den männlichen, wie
auch den weiblichen Geschlechtsapparat functionsfähig besitzen. Sie
haben einen Generationswechsel zu durchlaufen, der darin besteht, dass
die directen Nachkommen der Plattwürmer nie die Ausbildung ihrer
Eltern erlangen; erst die Enkel, oder noch weiter stehende Generationen
kehren zum Typus des vollkommenen Plattwurmes qu. zurück. Zur
Erreichung dieses Zieles sind demnach verschiedene Generationen
(also ein Generationswechsel) erforderlich.
Mit diesem complicirten Fortpflanzungsgeschäfte ist stets ein
Wechsel des Aufenthaltsortes, meist sogar ein Wechsel des seitherigen
Wirthes (oder Wohnthieres) der betreffenden Parasiten verbunden,
worüber wir später noch Genaueres erfahren werden. Aus der Gruppe
der Plattwürmer werden uns hier vorzugsweise beschäftigen:

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