Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/450/
dieser Behandlung sprachen gegen fragliche Hypothese, da die Sterb
lichkeit bei den mit Kochsalz behandelten Hunden grösser war, als
bei den ohne Kochsalzgaben behandelten Patienten.
Besonders wichtig ist die diätetische Verpflegung der Patienten,
gutes Lager, Reinlichkeit und frische Luft bei Vermeidung jeder Ge
legenheit zu Erkältungen; dann spielt eine den Verhältnissen ent
sprechende Nahrung, die bei heruntergekommenen Thieren eine kräf
tige, aber leicht verdauliche sein muss, eine Hauptrolle. Bei hohen
Temperaturen empfiehlt Friedberger salzsaures Chinin und zwar 2 Gramm
täglich für grössere Hunde, mit Wasser und Altheapulver zur Pillen
masse gemacht und diese in 2mal, 2 bis 3 Stunden auseinander, zu
verabreichen. Bei schlechtem oder ganz mangelndem Appetit Tinctura
Rhei aquosa täglich 1—4 Theelöffel voll mit Wasser; gegen Diarrhoe
Tinctura Opii simplex 10 bis 40 Tropfen täglich, in 2- bis 3stünd-
lichen Zwischenzeiten mit Gummischleim; in hartnäckigen Fällen ver
suche man Höllenstein und zwar 2 bis 8 Centigramm 3- bis 4 mal
täglich in destillirtem Wasser gelöst. Gegen allgemeine Schwäche
der Patienten empfehlen Trasbot und Friedberger Kaffee und zwar
30 bis 100 Gramm des gewöhnlichen Aufgusses in 3 Portionen ge
theilt, täglich zu verabreichen; auch gute Fleischbrühe und bei werth
vollen Thieren V 2 ^is 1 Theelöffel Südwein, täglich einigemal mit
etwas Wasser verdünnt. — Der Augenlidcatarrh etc. wird nach den
Regeln der Chirurgie und zwar meist mit Lösungen von Zinkvitriol
(1:200—300 Theilen Wasser) behandelt; unter Umständen können
stärkere Lösungen dieses Mittels (oder von Höllenstein) angewendet
werden. Will man noch stärker einwirken und mit dem Höllenstein
stifte touchiren, so versäume man nicht mit Kochsalzlösung die touchirte
Fläche gründlich abzuspülen, um den überschüssigen Höllenstein ab
zuwaschen.
13b. Der Schafrotz (Catarrhalfieber der Schafe).
Bei Schafen kommt ein chronischer Nasencatarrh vor, der sich
zuweilen über die Schleimhaut der Luftröhre und ihrer Verzweigungen
bis tief in die Lungen hinein ausbreitet. Man hat diesen Zustand
„Schafrotz* genannt. Derselbe sucht meistens Schwächlinge heim,
für welche er häufig verderblich wird.
Die Krankheitserscheinungen bestehen in Ausfluss eines zähen,
gelblichen, oder missfarbigen, bisweilen übelriechenden Secretes aus
den Nasenlöchern. Meist ist ein lockerer, häufig wiederkehrender

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