Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/520/
der politischen Landesbehörde nach Massgabe der Verhältnisse ent
weder das Belegen durch Landes- oder Privatbeschäler einzustellen
oder die Zulassung der Pferde zum Belegen von einer vorausgegangenen
Untersuchung derselben durch den Amtsthierarzt abhängig zu machen.
In Bezirken, in welchen die Beschälseuche herrschend war, ist
vor Beginn der Belegzeit des folgenden Jahres eine thierärztliche
Revision des Gesundheitszustandes der sämmtlichen Zuchtpferde zu
veranlassen und dürfen nur jene Pferde zur Deckung zugelassen werden,
welche hierbei vollkommen gesund befunden worden sind.
§ 32. Mit dem Bläschenausschlage an den Geschlechtstheilen
behaftete Pferde und Rinder sind für die Dauer der Krankheit von
dem Belegen auszuschließen.
Die ministerielle Verordnung vom 12. April 1880 lautet in Bezug auf
dieses Gesetz :
In den verseuchten Bezirken ist eine Untersuchung des Gesundheitszustandes
sämmtlicher Zuchtpferde durch den Amtsthierarzt vorzunehmen.
Die mit der Krankheit behafteten Stuten sind abzusondern und dürfen
ohne Zustimmung der politischen Bezirksbehörde ihren Standort nicht wechseln.
Stallungen, in welchen beschälkranke Pferde eingestellt waren, und die
bei der Wartung benützten Gegenstände sind einer Reinigung zu unterziehen;
die Häute der an dieser Krankheit gefallenen, oder wegen derselben getödteten
Thiere dürfen nach vollzogener Desinfection und Trocknung verwendet werden.
Die Nachsicht durch den Amtsthierarzt hat in der Regel von 14 zu 14 Tagen
zu erfolgen.
Die Seuche ist bei geringer Verbreitung als erloschen zu erklären, wenn
keine kranken Stuten mehr vorhanden, die kranken oder verdächtigen Zuchthengste
castrirt sind und die Reinigung der Standorte und Geräthe vollzogen ist- bei
grösserer Verbreitung aber erst dann, wenn die von der Belegzeit des folgenden
Jahres vorgenommene thierärztliche Revision den vollkommen gesunden Zustand
sämmtlicher Zuchtpferde nachgewiesen hat.
Tritt der Bläschenausschlag an den Geschlechtstheilen der Zuchtpferde in
grösserer Verbreitung auf, so kann eine thierärztliche Untersuchung der sämmt
lichen Zuchtpferde des verseuchten Gebietes von der politischen Behörde ange
ordnet werden.

18. Die Perlsucht, resp. Schwindsucht des Rindviehs und anderer
Hausthiere.
Mit Perlsucht (oder Franzosenkrankheit) des Rindviehs bezeich
net man eigentlich eine Krankheit, deren anatomischer Befund haupt
sächlich in verschieden geformten Neubildungen auf den serösen
Häuten der Brust- und Bauchhöhle, sowie der in beiden gelagerten
Eingeweide und in Schwellung, resp. Entartung derLymphdrüsen besteht.

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