Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/647/
glaubt, wenn es durch Ansteckungsstoff besudelt sein kann, sich mit
seuchekrankem Vieh im nämlichen Aufenthaltsorte befindet, oder seit
einer Zeit, welche für jede Krankheit in den allgemeinen Massregeln
der inneren Verwaltung nach Art. 34 bestimmt ist, sich befunden
hat, oder damit in unmittelbarer Berührung gewesen ist.
Die beiden letzten Bestimmungen gelten nur für Vieh, das für
die betreffende Seuche empfänglich ist, woran das Vieh leidet, mit
welchem es an denselben Aufenthaltsorten gewesen, oder mit dem es
in unmittelbare Berührung gekommen ist.
Art. 23. Unbeschadet der Bestimmungen des Gesetzes vom
28. August 1851 (Staatsblad No. 125) wird für alle anderen Fälle
von Enteignung in Bezug auf Ansteckung bei Viehseuchen, wenn die
Tödtung von Vieh nothwendig ist, der Beschluss dazu durch den Bürger
meister gefasst. Dieser Beschluss gibt den Namen des Vieh-Eigen-
thümers an, oder er enthält die Erklärung, dass der Eigenthümer dem
Bürgermeister unbekannt ist und beschreibt das Vieh; er befiehlt die
sofortige Beschlagnahme des letzteren und muss auf dem Berichte des
Districtsthierarztes beruhen.
Art. 24. Die Tödtung erfolgt nicht bis nach vorhergegangener
Enteignung. — Zur Enteignung für den Zweck der Tödtung ernennt
der Bürgermeister einen Sachverständigen, um das Vieh zu schätzen;
hierbei muss beachtet werden, dass für verdächtiges Vieh der volle,
für seuchenkrankes Vieh die Hälfte des Werthes im gesunden Zu
stande berechnet wird.
Der Krankheits- oder Verdachtszustand wird, was die Vergütung
anbelangt, nach dem Augenblicke beurtheilt, in welchem das Vieh
von dem Bürgermeister überliefert wird. — Wenn der Bürgermeister
oder der Eigenthümer, oder beide, mit der Werthung nicht zufrieden
sind (von welchem Umstande der Bürgermeister in seinem sogleich
aufzunehmenden Protocolle Notiz nimmt), so ernennt der Kantons
richter durch einfache Verfügung auf Ersuchen des Bürgermeisters
sofort zwei Sachverständige, die mit dem ersten Sachverständigen
nach Majorität beschliessen.
Der, sei es nach dem zweiten oder nach dem vierten Gliede
dieses Artikels, taxirte Werth wird dem Eigenthümer angeboten und
bei Verweigerung oder Verabsäumung des Eigentümers, zu Handen
des Gemeinde-Empfängers deponirt. Für die Erledigung der in diesem
Artikel erwähnten Anbietung sind die im bürgerlichen Gesetzbuche und
im Gesetzbuche von bürgerlichen Rechtsforderungen vorgeschriebenen
Formen nicht anwendbar; die Anbietung, so wie die änderen in diesem

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