Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/685/
Haubner empfiehlt als Lecke: Eisenvitriol 4 Loth, Kalrrmswurzel
1 Pfund, Haferschrot und geröstetes Gerstenmalz von jedem ^4 Scheffel;
für 100 Schafe. Oder: Eisenvitriol 2 Loth, Wachholderbeeren und
Enzianwurzelpulver von jedem 1 Pfund, ^4 Scheffel Haferschrot;
Lecke für 50 Schafe.
Andererseits wird empfohlen: pulverisirter Gyps 1 Metze, Koch
salz 2 Metzen; für 300 Schafe. Anfangs jeden zweiten Tag, später
wöchentlich zweimal und schliesslich alle 14 Tage lmal zu verab
reichen.
Als diätetische Nahrungsmittel werden Lupinenheu und Lupinen
körner, täglich 8 Metzen für 100 Schafe empfohlen; ferner: braun
geröstetes Gerstenmalz, gekochte und geröstete Hülsenfrüchte, Hafer,
gutes Heu u. dergl.
Die Vorbeuge verlangt folgende Rücksichten:
1. Man meide alle verdächtigen Weiden, besonders die auf den
selben vorhandenen Wasserlachen; selbstverständlich darf verdächtiges
Futter oder Wasser auch im Stalle nicht verabreicht werden.
2. Nasse Weiden, oder zum Futterbau verwendete nasse Grund
stücke müssen drainirt, so wie Vertiefungen, in welchen nach Regen
oder Ueberschwemmungen das Wasser stehen bleibt, ausgefüllt werden.
Wo beide Forderungen unausführbar sind, da kann es oft zweck
mässiger sein, die Schafzucht ganz aufzugeben, als sich den häufig
wiederkehrenden grossen Verlusten durch die Leberegelseuche auszu
setzen.
Wie der prophylaktische Gebrauch von Salz und Gyps, so können
auch Spinola's Wurmkuchen verabreicht werden.
Eine Distomatosis des Flusskrebses schildert Harz (Zeitschrift
für Thiermedicin Bd. VII, Heft I, S. 1—15).
Bekanntlich hat seit einigen Jahren unter den Krebsen der Ge
wässer CentraJ-Europa's eine grosse Sterblichkeit geherrscht. Da man
die Ursachen dieser Erscheinung zunächst nicht kannte, sprach man
schlechtweg von einer „Krebspest“. Im Jahre 1874 wurde diese
Krankheit unter den Krebsen der Spree, im Jahre 1848 im Eisass
beobachtet. Dieselbe hat sich seitdem derart verbreitet, dass heute
die Krebse in den Flussgebieten zwischen Maas, Saöne, Donau und
Oder fast ganz verschwunden sind. Ein Fischzüchter in München
hat in weniger als 4 Monaten 25000 Krebse, ein österreichischer Be
sitzer in einem einzelnen seiner Fischteiche an einem Tage mehr als
3000 Krebse verloren.

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