Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/89/
Schliesslich sei noch bemerkt, dass der Mensch seine Bandwürmer zum
grossen Theil durch Vermittlung von Thieren erhält. Bei demselben kommen vor:
Taenia solium, T. saginata,
T. elliptica, T. cueumerina,
T. nana und T. flavopunctata.
Botriocephalus latus und cordatus.
An Blasenwürmern wurden gefunden :
Echinococcus polymorphus,
Cysticercus cellulosae, tenuicollis und acanthotrias (specialis).

B. Die Trematoden oder Saugwürmer.
Die Saugwürmer kommen als Ento- und Ecto-Parasiten vor.
Sie bilden zungen- bis blattförmige, selten langgestreckte, cylindrische
oder geringelte Würmer mit 1, 2 oder mehr bauchständigen Saug
näpfen. Sie besitzen einen gabeligen, manchmal baumförmig ver
zweigten Darm ohne After; bei einzelnen hierhin gehörigen Thieren
fehlt auch der Darm. Sie besitzen ferner 2 Wassergefässe mit ge
meinschaftlicher Ausleerungsöffnung und ein doppeltes, auf dem
Schlunde liegendes Nervencentrum, ein sogenanntes „Ganglion“. Fast
alle Saugwürmer sind Zwitter; ihre Entwicklung findet entweder mit
einfacher Metamorphose, oder mit einem mehr oder weniger compli-
cirten Generationswechsel statt. Die äussere Leibeswand wird von
einer Cuticula gebildet, die sich manchmal in schuppen- oder stachel
artigen Fortsätzen erhebt, welche entweder die Form einer Nadel,
oder einer Lanze haben. Bei einigen Trematoden bildet die vorderste
Reihe dieser Stacheln eine Kopfbewaffnung, welche an den Haken
kranz der Bandwürmer erinnert. Diese Apparate dienen der Sicherung
der Fortbewegung. Unter der Cuticula liegt eine Körner- oder Zellen
schicht, auf welche der Muskelschlauch folgt, der viel stärker ent
wickelt ist, als bei den Cestoden. Er besteht aus einer doppelten
Ringfaserschicht und aus einer Längsfaserschicht; letztere liegt zwi
schen der inneren und äusseren ringsförmigen Lage.
Unter dem Hautmuskelschlauche liegt Bindegewebe, in welches
die Körperorgane eingebettet sind. Die Zahl der Saugnäpfe, ihre
Form und gegenseitige Lagerung ist sehr verschieden; dieselben dienen
als Haftapparate. Im vorderen Saugnapfe liegt gewöhnlich die Mund
öffnung, auf welche ein muskulöser, oft kugeliger Schlundkopf folgt.
Aus diesem geht die kurze Speiseröhre hervor, die sich in zwei Darm
schenkel theilt, welche in der Regel beide blind endigen, seltener
bogenförmig in einander übergehen. (S. Fig. 17.)

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