Titel:
Racen, Züchtung und Haltung des Pferdes
Personen:
Schwarznecker, Gustav Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN638851270/573/
Werden, deren gesammte Querschnitte soviel betragen sollen, daß wenigstens
0,45 Meter auf jedes Pferd entfällt.
In den Umfassungsmauern befindet sich unten, 0,15 Meter oberhalb des
Stallbodens zwischen je zwei Ständen noch ein Luftloch.
Lage, Waugruud und Geräumigkeit des Hfterdestasses.
Für die Lage und den Baugrund neu zu errichtender Pferdeställe find
allerdings häufig mannigfache Rücksichten maßgebend; in den Fällen, in welchen
eine freie Wahl gestattet ist, sollten indessen Pferdeställe weder durch andere
Gebäude, welche Luft und Licht verkümmern, beengt, noch auf undurchlassendem
oder sumpfigem, vielleicht gar Ueberschwemmungen ausgesetztem Boden, sondern
auf trockenem, durchlassendem, möglichst etwas geneigtem Grunde erbaut werden,
weil es die wichtigste Aufgabe ist, trockene Ställe herzustellen. Ist das gegebene
Terrain ein ungünstiges , so muß man die Nachtheile desselben möglichst abzu
schwächen oder aufzuheben suchen, denn feuchte Ställe sind für Pferde durchaus
ungesund; dieselben verursachen zwar weniger amte Krankheiten, jedoch häufig ein
in den Ansängen unmerkliches, aber allmählich sich steigerndes Siechthum, welches,
besonders währmd des Winters, in ungesundem Haar, rheumatischen Affectionen,
Husten, Augenentzündungen u. dgl. seinen Ausdruck findet.
Deshalb empfiehlt sich zur Abhaltung der Feuchtigkeit in den auf ungün
stigem Grunde errichteten Mauern: möglichst bedeutende Hochlegung des Fuß
bodens, Drainirung der Umgebung der Stallwände und des Untergrundes, Ver
meidung alles porösen, hygroscopischen Materials zur Fundamentirung der
Umfassungsmauern und Einschieben einer Jsolirschicht in die Mauer etwa
12 Centimeter über dem Fußboden.
In kalten Klimaten und nördlichen Gegenden ist es jedenfalls rathsam,
die Hauptfront, in welcher sich die Thüren befinden, nach Süden zu legen;
speciell für Füllenställe wird diese Einrichtung zweckmäßig sein. In nicht
zu kaltem Klima kann die Hauptftont nach Osten gerichtet werden, wo
durch die Einwirkung der Nordwinde ebenso wie die der starken Mittags
hitze abgehalten wird. Haubner will hingegen die Hauptftont, in welcher
sich Thürm und Fenster befinden, nach Norden oder Westen zu legen, um den
Stall im Sommer möglichst kühl zu haben.
Das Raumbedürfniß für einen Pferdestall richtet sich einerseits nach der
Größe, dem Geschlechte, dem Gebrauche, der Befestigung und Stellung der Pferde,
andererseits nach dem zu verwendenden Baumaterial und den anzubringenden
Ventilationsvorrichtungen, denn das Pferd soll nicht nur ausreichenden Raum
zum bequemen Stehen und Liegen, sondern auch zum gesunden Athmen haben;
30—40 Kubikmeter Raum für ein Pferd können als durchschnittliches Raum-
bedürfniß veranschlagt werden.

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