Titel:
Racen, Züchtung und Haltung des Pferdes
Personen:
Schwarznecker, Gustav Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN638851270/575/
auf das ich mehrfach zurückgreife, an, daß ein Stall für nur 2 Pferde bei
3,8 Meter Breite, 5 Meter Tiefe und 3,1 Meter Höhe 58,9 Kubikmeter Luft
raum und für jedes Pferd 46,25 Quadratmeter zu erwärmende Umfläche hat,
während in einem Stalle für 22 Pferde von 17,3 Meter Tiefe, 9,5 Meter
Breite und 4,1 Meter Höhe bei 673,8 Kubikmeter Luftraum auf ein Pferd nur
15,07 Quadratmeter zu erwärmende Umfangsfläche kommen. Dennoch darf der
kleine Stall nicht zu niedrig sein, weil die Ansammlung der Dünste unter der
Decke sonst das Athmen direct beeinträchtigen würde.
Die Breite des Ganges hinter den Pferden ist zunächst davon abhängig, ob
die Pferde nur an einer Seite oder an beiden Seiten aufgestellt werden sollen.
Im ersteren Falle kann ein Raum von 1,56 Meter bis 2,19 Meter genügen,
so daß der ganze Stall eine Tiefe von 4,70 bis 5,65 Meter haben würde; in
Ställen mit zwei Reihen von Pferden kann der Mittelgang füglich breiter sein,
2,50 bis 3 Meter, so daß die Tiefe des ganzen Stalles 8,40 bis 9,88 Meter
betragen müßte.

Wände, Decke« ««d Dach der pserdeställe.
Die ümfassungswände der Ställe fertigt man je nach den Geldmitteln
und Liebhabereien oder je nach dem, was man selbst hat oder billig in der Nähe
erwerben kann, aus den verschiedenartigsten Materialien.
Massive Wände find den Fachwänden immer vorzuziehen, weil sie feuer
sicher sind, längere Dauer haben und sich von der Außentemperatur um so
unabhängiger halten, je schlechtere Wärmeleiter als Baumaterial benutzt werden;
schlechte Wärmeleiter haben außerdem den Vorzug, daß die Innenflächen der
Wände nicht schwitzen. Man verkleidet deshalb auch die Wärme gut leitendes
Material inwendig mit schlecht leitendem, zu welchem namentlich hart gebrannte
Ziegelsteine gehören. Kalksteine sind ihrer hygroscopischen Eigenschaft wegen
nicht gut zu verwenden, besser eignen sich Feld-, Bruch- und Ziegelsteine. Sehr
gute Stallwände liefert der Tuffstein.
Luftstein- und Lehmsteinwände sind wenig haltbar und aus diesem
Grunde nicht zu empfehlen, dahingegen können die Kalksandziegel und das Kalk
sandpiss als durchaus brauchbar bezeichnet werden. Da so hergestellte Wände
gern Feuchtigkeit aufsaugen, ist es rathsam, eine Jsolirschicht aus Asphalt,
Theerpappe u. dgl. über dem Boden einzulegen und die Wände innen mit
gebrannten Ziegeln bis zur Krippenhöhe zu verkleiden.
Fachwerkswände, entweder mit Ziegeln ausgemauert oder ausgestaakt und
gelehmt, sind allerdings nicht feuersicher, aber billiger und lassen sich auch aus
weniger guten Untergrund setzen; sie können außerdem in geringerer lichter Höhe
und ohne große Ventilation hergestellt werden, da ihre natürliche Ventilation
schon eine sehr bedeutende ist.

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