Titel:
Die Bein- und Hufleiden der Pferde
Personen:
Spohr, Peter Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN640114504/141/
sich so vollständig wieder behaarte, daß jetzt (Frühjahr 1883) nur noch
der hellere rosige Untergrund die Neubildung von der sonst blauschwarz
pigmentirten Haut des Schimmels unterscheiden läßt.

3. Ersatz von verlorener Epidermis,
a) Bei äußere« Verletzungen.
Im Jahre 1860 während der Schießübung erlitt ein in meinem
Quartierstalle stehendes schwarzbraunes Zugpferd der 3. 12 N-Batterie
8. Art.-Brigade auf der linken Seite in der Gegend der 1. falschen Rippe
eine Hautverletzung, wodurch ein dreieckiges 'Stück der Epidermis von
etwa 3 Zoll an der Basis und 2 i / 1 Zoll Höhe herabhing. Bei der
herrschenden heißen Wittemng war, als die Verletzung bemerkt wurde, das
Hautstück schon so weit abgestorben, daß nur seine Wegnahme mit der
Wundscheere übrig blieb. Unter ausschließlicher Wasserbehandlung heilte
die Wundfläche dann binnen 3 Wochen und war nach weitern 3 Wochen
wieder so völlig behaart, daß die Stelle der Verletzung gar nicht mehr zu
erkennen war.
Interessant war der Vorgang der Behaarung, welcher an den Rändem
schon erfolgte, ehe in der Mitte die Wunde völlig geschlossen, d. h. die
Epidermis neu gebildet war.
d) Bei Zerstörung durch Eiterung.
Aus. verschiedenen deßfalls mir zu Gebote stehenden Beispielen hebe
ich nachstehendes wegen der Größe der Wundfläche hervor:
Ein dem Hauptmann S. in G. gehöriges Pferd (schwarzbraune
irische Stute) erkrankte 1881 im Juli an einem bösartigen Absceß an
der inneren Fläche des linken Fußwurzelgelenks, anscheinend in Folge
eines Fliegenstichs. Die Wunde erstreckte sich über die ganze innere
Gelenkfläche und eiterte fast 3 Wochen lang unaufhörlich, wobei die
Epidermis in der Ausdehnung von xxr. 120 Quadratcentimetern (15 lang
8 breit) völlig gestört wurde. Mitte August war der Absceß geheilt und
Mitte September das Gelenk wieder so schön behaart, daß nur der
dunklere und frischere Glanz des Haares die Stelle von der Umgebung
unterscheiden ließ.

4,. Ersatz der Lederhaut.
Wenn in dem vorstehend angeführten Falle vielleicht nur die obere
Schicht der Lederhaut an der Vereiterung und dem Neuersatz betheiligt
gewesen sein dürste, so muß in dem nachstehend unter a angeführten
dieselbe mindestens zu einem bedeutenden Theil ihrer Dicke, in den Fällen
aä 5, a, ß und unter 5 angeführten aber in ihrer ganzen Dicke neugebildet
worden sein.
a) Bei theilweisem, nicht ihre gauze Dicke treffende« Verlust.
Im Februar 1881 stürzte Graf H. in D. mit seinem Fuchs aus der
Karriere auf dem Pflaster, wobei das Thier an der linken Bugspitze eine

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