Titel:
Der Milzbrand, eine unter dem Rindviehe, den Pferden und Schweinen häufig herrschende Seuche und deren sicherstes Heilmittel
Personen:
Weber, Georg Adolf Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN647365456/15/
Der Milzbrand ist eine der ältesten Thierkrankheiten
und herrschte fast in jedem Jahrhunderte bis auf
unsere Zeit.

Ä^oscs erwähnt eine herrschende Seuche, an der allerlei
Vieh der Agyptier starb und von welcher auch viele Men
schen befallen wurden. Diese Seuche kam im Sommer zur
Zeit der Ärnte vor. Ihre Eigenthümlichkeit, wie sie Moses
beschreibt, läßt keinen Zweifel übrig, daß die herrschende Seuche
der Milzbrand war.
Homer erwähnt einer Viehseuche während des trojani
schen Krieges, welche im griechischen Lager ausbrach, und Pferde,
Kameele, Maulthiere und Hunde, zuletzt auch viele Menschen
wegraffte. Diese Seuche entstand bei einer langdauernden hei
ßen Witterung, der viel Regenwetter vorausgegangen war.
Sie kann nur Milzbrand gewesen sein, da sie bei heißer Witte
rung entstand, viele Thiergeschlechter sowie auch die Menschen
ergriff.
Ovid schildert uns in seinen Metamorphosen eine allge
mein verbreitete tödtliche Krankheit, die anfangs die Hunde,
die Vögel, die Ochsen, dann die Schafe und alles Vieh, endlich
auch die Menschen befiel' und eine große Verheerung anrich
tete. Ovid schreibt ihr Entstehen der zu großen Hitze zu, die
lange anhielt und sehr nasser Witterung folgte.
Plutarch erwähnt in seinen Schriften eine Krankheit, die
im Jahre 753 a. Ch. viel Vieh und Menschen wegraffte.
Auch dieser Schriftsteller schreibt ihr Entstehen einer sehr lange
anhaltenden trockenen heißen Witterung zu, der viel Regenwet
ter vorausging.

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