Titel:
Handbuch der praktischen Heilmittellehre ; Erster Band
Personen:
Tennecker, Christian Ehrenfried Seyfert Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN65756351X/348/
Bad, kaltes.
Das kalte Bad wird bald als allgemeines, bald
alS örtliches; als Tropf- und Stürzbad angewandt,
von welchem allen hier besonders gesprochen werden soll.
Schon als ein mechanisches Reinigungsmittel der
Haut sind die kalten Bader, dag sogenannte Schwem
men, den Pferden sehr gesund, indem sie allen Schmutz
Schweis und abgestorbene Oberhaut entfernen und da
durch nicht allein die ausdünstenden Gefäße wieder frei
machen, sondern auch alle fremde Stoffe hinwegwa
schen, als angehangenen Koth re. die zu Reibungen und
Quetschungen z.B. zwischen den Schenkeln, im Fessel rc.
die Veranlassung abgeben könnten; und das kalte Bad
verdient daher schon als bloßes mechanisches Reini
gungsmittel der Haut die größte Aufmerksamkeit, inso
fern cö Krankheiten und Verletzungen vorbaut.
Aber noch weit mehr heilsame Wirkung hat cs in
dinamischer und therapetischcr Hinsicht, indem es reißt,
die Nerven erschüttert und den Warmestoff mehr nach
der Haut leitet; auf diese Weise, wenn es mäßig an
gewandt wird, stärkt und belebt, die Ausdünstung ver-
niehrt und ein größeres WirkungSvermögen der Mus
kelfaser hervorbringt.
ES ist angezeigt:
1) Während dcS Frühjahrs und Sommers nach al
len Ermüdungen, Fatiquen, Strapatzen rc., wo es nicht
nur als ein mechanisches Reinigungsmittel, sondern
auch alS ein belebendes, stärkendes und erfrischendes
Mittel wirkt. ES versteht sich jedoch, daß die Pferde
vorher vollkommen abgekühlt sind.
2) Bei zu viel gebrauchten und struppirten Pfer-
den; hier wirkt es auf zweierlei Weife heilsam, alö:

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