Titel:
Handbuch der praktischen Heilmittellehre ; Erster Band
Personen:
Tennecker, Christian Ehrenfried Seyfert Wikipedia
PURL:
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das Verhältniß und den Zustand genau zu bestimmen,
unter welchen sie diese oder jene Wirkung hervorbrach
ten und diese aufzuzeichnen wie sic uns practisch wah»
uehmbar wird, ohne erklären zu wollen wie es dabei
zuging.

Von den Grundsätzen der Heilmittellehre.
Die Heilmittellehre ist, wie schon erwähnt wurde, der
jenige Zweig der Heilkunde, der uns eine genaue Kennt
niß eines jeden einzelnen und brauchbaren Heilmittels,
theils in seinen Bestandtheilen, theils in seinen Wirkun
gen auf den kranken Organismus kennen lernen soll.
Um diese Kenntniß zu erlangen, hat man verschiedene
Wege zu der Untersuchung der Heilmittel eingeschlagen,
um hiernach ihre Wirkung und Kräfte im allgemeinen
zu bestimmen und sie in eine systematische Ordnung zu
bringen.
Mehrere Aerzte haben demnach bei den Pslanzcnkör-
pern ihre Kräfte und Wirkungen nach den Aehnlichkei-
tcn der äußern Bildung und nach ihren natürlichen Ver
wandtschaften und Ordnungen bestimmen wollen. Man
schloß von der Aehnlichkeit der Pflanze mit einem in
nern Organ auch auf die Verwandschaft und geheime
Kraft auf das letztere, nach welcher Idee die Pflanzen
selbst ihre besondern Namen bekamen, als Lungenkraut,
Leberkraut, Augentrost re. Allein man sieht schon ohne
Kenntniß von der Anatomie, Physiologie, Pathologie
und Therapie, von selbst ein, daß dies nichts anderes
als nur eine schwärmerische Einbildung seyn konnte,
der ähnlich, die aus den von Winde gejagten Wolken,
sich menschliche Figuren, Berge, Thaler, Häuser und
Pallästc schafft; oder nach welcher man sich denkt, daß
im Mond und den Sternen ähnlich geformte Menschen,

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