Titel:
Handbuch der praktischen Heilmittellehre ; Erster Band
Personen:
Tennecker, Christian Ehrenfried Seyfert Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN65756351X/439/
Einreibung der Schenkel derselben mit Brandwein und
Seife.
Dcr sogenannte Vorlauf ist das geistigste des Brand
weins, und verdient daher vor diesem noch den Vorzug.
Außerdem wird der Vrandwein oder vielmehr
Der Weingeist. (8xiritus vini.)
zu verschiedenen Auflösungen, Essenzen und Tinciuren
in der Pferdearzncikunst, gebraucht.

Brandweinspühlicht.
Oder die Hefen des Brandwcins haben mit dem
erstem gleiche Wirkung, nur freilich bei weitem eine
schwächere als der Brandwein selbst, sind aber auch des
halb weit wohlfeiler, worauf man in der Pferdcarznei-
kunst, wo man große Massen braucht, sehr zu sehen
hat und weshalb ich mit dem Brandwcinspülicht als Bä
hungen und zu Bädern in der praktischen Pfcrdearznei-
kunst dem Brandwein noch vorziehe.
Ich bediene mich seiner vorzüglich,
1) Bei ganz ermüdeten, angegriffenen und entkräf
teten Pferden, lauwarm als Fußbad, oder als Bä
hung angewandt, wo er noch um so wirksamer wird,
wenn man ihn kochend heiß auf zerhackte Schafknochcn
gießt und einige Zeit das Fett davon einziehen läßt.
2) Bei struppirten, steifen und zuviel gebrauchten
Pferden, wo er mir mit derselben Zusetzung von zerhack
ten und damit aufgebrühten Schafknochen, zu welchen
man noch zerquetschte Wachholderbeeren mischen kann,
lauwarm als Bad und Bähungen der Schenkel ange
wandt, noch bessere Dienste that, als alle sogenannten
Flechsen - und Nervensalben, vorzüglich, wenn man ei
nige Zeit damit fortfahren kann.

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