Titel:
Wörterbuch der Thierheilkunde ; Zweiter Band von F bis K
Personen:
Hurtrel d'Arboval, Louis Henri Joseph Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN663995523/158/
zu gönnen, und es mit Fußbädern, erweichenden Breiumschlägen und ei
ner paffenden Diät zu behandeln. Allein durch dergleichen Mittel läßt
sich das Uebel nur vorübergehend heben. In Fällen, wo die Geschwulst
schon länger bestanden hatte, suchte man eine Ableitung zu bewirken, und
die acute Entzündung wieder zu entwickeln. Allein auch diese Behand
lung schlug, wenn man die gewöhnlichen Reizmittel anwandte, nicht an.
DaS einzige therapeutische Mittel, von welchem sich einiger Erfolg erwar
ten läßt, ist das Brennen (Die nur noch bei französischen Thierärzten
vorkommende Unwissenheit über die häufigste Ursache des SehnenklappeS,
Ausdehnung der Beugesehne nämlich, lässet sie dieselbe unter dem Na
men Ganglion trennen und die Anschwellungen der Beugesehne - von den
so selten vorkommenden Quetschungen swoher die Benennungen Sehnen
klapp, nerf ferrure] herleiten. S. den Artikel Sehncnklapp).

G.
Gährung, faulige, s. Fäulniß.
Gallen, s. Flußgallen.
Gallen fieber, s. Gastrisches Fieber.
Gallenseuche, s. Typhus.
Gallensteine, s. Steine.
Gallichter Zustand, s. gastrischer Zustand.
Gang (sinn?) Ein Eanal, der sich an der Stelle einer Wunde
oder eines Geschwüres befindet, und in welchem sich der Eiter anhäuft.
S. Fistel. ^
Gangrän (heißer Brand). Die allmälige und mehr oder weniger
vollständige Abnahme der organischen Thätigkeit in einem Theile, die bis
zum vollständigen Erlöschen derselben fortschreitet, und die Desorganisa
tion und Fäulniß desselben herbeiführt. Die Gangrän besteht nicht, wie
man behauptet hat, in dem Erlöschen des Lebens und der Lebenserschei
nungen; denn sobald diese verschwunden sind, ist keine Krankheit mehr, son
dern Tod und Verwesung vorhanden. Daher muß man zwischen Fäul
niß und Gangrän unterscheiden. Diese ist in ihrem ersten Stadium zu
weilen heilbar; jene ist dieß nie, weil der Theil schon den Gesetzen der
natürlichen und chemischen Verwandtschaften vollkommen anheimgefallen ist.
Die Zeichen der Fäulniß sind übrigens nicht zweideutig; ein Theil kann
sich mit sogenannten brandigen Schorfen, die von der Gangrän herrühren,
bedecken, und ist dann äußerlich in Fäulniß übergegangen, ohne daß sich
deßhalb die Gangrän in das Innere desselben zu erstrecken braucht, und
cs ist dann in manchen Fällen nicht unmöglich, die noch nicht ergriffenen

Anschrift

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Hochschulbibliothek
Bünteweg 2
30559 Hannover
Kontakt

Tel.: +49 511 953-7100
Fax: +49 511 953-7119

E-Mail senden


Datenschutzerklärung

Partner

:
version: intranda viewer - a0c7c66