Titel:
Wörterbuch der Thierheilkunde ; Zweiter Band von F bis K
Personen:
Hurtrel d'Arboval, Louis Henri Joseph Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN663995523/334/
Hohlhusig, s. Fuß.
Holzbock (Waldmilbe, Zecke, Ixockss, Acarus); ein in den
Hölzern sehr gemeines Jnsect/ welches sich mit der größten Begierde
mit dem Kopfe in die Haittbedeckungcn der Menschen und Thiere frixr.
Nach Latreille gehören diese Jnsecten in die Zunft der Aca-
iden, die Familie der Holetren, die Ordnung der Tracheenspinnen
(Tracheennes) und zu den Arachniden (spinnenähnlichen Jnsecten).
(Ihre Kennzeichen bestehen in einem flügellosen Körper ohne Ringe,
der vorne mit einer kleinen schuppigen Platte (Rückenschild) versehen
ist, acht Füßen, einem aus drei hornigen, gezahnelten Schienen ge
bildeten Säugrüssel, welcher zwischen zwei Palpen sitzt und sammt die
sen schnabelartig verlängert ist. Fabricius hat dieß Geschlecht in seine
Ordnung der Antliaten gebracht. Das Geschlecht der Milben (Acarus)
bildete nur eine große Familie. Latreille hat versucht, diese in passende
Unterabtheilungen zu bringen. Durch sehr sorgfältige Untersuchung fand
er in Ansehung der Struktur des Mundtheile jener kleinen Thiere große
Verschiedenheiten, und er sah sich genöthigt, eine große Menge von neuen
Geschlechtern zu bilden, worunter das der Jroden ein sehr natürliches ist,
und dem Acarus des Fabricius entspricht.
Es giebt zwei Arten von Jxoden, welche vorzüglich merkwürdig sind.
Die eine, der Acarus Ricinus F„ ist eine große Plage der Hunde; die
andere, der Acarus recluvius F., gebt vorzüglich das Rind und Schaaf
an, und thut, wenn man denselben überhand nehmen laßt, diesen Thie
ren keinen geringen Schaden. Fabricius giebt der erstern Art folgende
Kennzeichen: Körper eirund, kugelförmig; an der Basis ein rundlicher
Fleck; und charactcrisirt die letztere folgendermaßen: Körper fast eirund
und platt; an der Basis mit einem fast eirunden Flecken versehen;
Übrigens der erster» sehr ähnlich.
Der Körper der Jxoden ist fast rund oder eirund, und wenn diese Thiere
lange keine Nahrung zu sich genommen haben, sehr platt, vorne mit ei
nem kleinen stumpfen Schnabel und auf jeder Seite mit 4 kurzen, häufig
auswärts gedrehten Füßen versehen. Die Haut ist ziemlich fest und
durchaus ohne Ringe; das Bruststück ist mit dem Körper verschmol
zen und nur durch eine kleine rundliche Scheibe ausgezeichnet, welche
gleich hinter dem Schnabel an dem vorder» Theil des Körpers liegt
und mit einer schuppigen Platte (Schildchen) bedeckt ist (das soge-
nannte Rückenschild); die Augen sind kaum bemerkbar. Der Schna
bel besteht aus einer Stütze, einer Scheide und dem Säugrüssel'
Die Stütze oder Unterlage ist ein kleines, viereckiges, schuppenartiges
Stück, welches der Basis des Säugrüssels als Eapsel dient lind in eine
am vorder» Theil des Bruststücks befindliche Ausrandung eingesetzt ist. £> c
Scheide besteht aus zwei ganz kurzen, an der innern Seite concaven Stük-
ken, die gegen das freie Ende hin rundlich und ein wenig breiter sind-
Unter der Lupe bemerkt man bei der Mitte ihrer äußern Fläche eine
Oueerlinie, so daß zwei Glieder entstehen, während die Basis ein drittes
bildet. Der Analogie zufolge, lassen sich diese zwei gegliederten Rinnen
als Palpen betrachten. Der Säugrüssel besteht aus drei hornigen, stlfl

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