Titel:
Entwicklungsgeschichte des Kaninchen-Eies
Personen:
Bischoff, Theodor Ludwig Wilhelm Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN669016810/159/
Beschreibung der Tafeln.

Die newnunddreifsig ersten Figuren sind, wo es nicht ausdrücklich bemerkt ist, bei 250maliger Vergrö
ßerung gezeichnet. Diese Vergrößerung zwang allerdings die letzten Figuren namentlich etwas gross zu
machen; da indessen eine so starke Vergrößerung wenigstens erforderlich ist, um die betreffenden Ein
zelheiten gehörig zu untersuchen, so zog ich es vor, auch die Abbildungen gleichmässig nach diesem Mafs-
stabe zu geben. Was denselben an künstlerischer Ausführung fehlt, suchte ich durch Wahrheit und treue
Nachahmung der Natur zu ersetzen. — Die späteren Figuren sind meistens, mit Ausnahme einiger mikro
skopischer, bei ungefähr lOmaliger Vergrößerung nach meinen Originalzeichnungen von Herrn Schütter,
Künstler in Bonn, dessen bekannter Geschicklichkeit und Tüchtigkeit im Auffassen schwieriger Verhält
nisse ich die grösste Anerkennung schenken muss, ausgeführt und auch auf den Stein gezeichnet worden.

T a b u 1 a I.
Fig. 1. A. Ein reifes Eierstockei eines Kaninchen, a) Der Dotter, b) Die denselben umgebende
aber nur durchschimmernde Zona pellucida. c) Die Zellen des Discus proligerus, die einen dunklen Ring
um die Zona bilden und sie theilweise verdecken. d) Die Zellen der Membrana granulosa. Durchmes
ser im Discus 0,0073, in der Zone 0,0064, im Dotter 0,0048, Dicke der Zona 0,0008 P. Z. — B. Zellen
des Discus und der Membr. grau. 530mal vergrößert, wobei ihr Kern als dunklerer Fleck sichtbar
wird. — C. Dieselben mit Essigsäure behandelt, wobei ihre Zellmembran und der körnige Kern deut
licher wird.
Fig. 2. Ein anderes Eierstockei des Kaninchen, dessen Dotter ein fleckiges Ansehn besitzt. In
der Membrana granulosa befinden sich mehrere helle Bläschen, welche frühere Schriftsteller für Fettbläs
chen halten.
Fig. 3. Ein Eierstockei des Kaninchen von den Zellen des Discus und der Membra granulosa be
freit, so dass die Zona rein sichtbär ist. In dem Dotter sieht man das Keimbläschen mit dem Keimflecke
durchschimmern. Durchmesser des Keimbläschen 0,00123, Durchmesser des Keimflecks 0,0004 P. Z.
Fig. 4. Ein mit der Nadel geöffnetes Eierstockei des Kaninchen, wobei dessen Inhalt ausströmt
und das Keimbläschen mit dem Keimflecke frei zu Tage tritt.
Fig. 5. Eierstockei einer Selbstmörderin von 25 Jahren. Der Dotter füllt die Zona nicht aus,
besitzt aber dennoch keine besondere Dotterhaut.

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