Titel:
Entwicklungsgeschichte des Kaninchen-Eies
Personen:
Bischoff, Theodor Ludwig Wilhelm Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN669016810/163/
Tabula VIII.
Bei den folgenden Figuren ist fortwährend darauf zu achten, dass sie auf schwarzem Grund ge
zeichnet sind, wo also durchsichtige Theile dunkel, undurchsichtigere weiss erscheinen.
Fig. 40. Ein Ei aus dem Uterus l 3 / 4 '" im Durchmesser bei A in natürlicher Grösse, wo der
Fruchthof schon als ein dunkles Pünktchen mit unbewaffnetem Auge zu erkennen ist. Bei B sieht man
das Ei unter der Loupe auf schwarzem Grund, a ist die äussere ganz durchsichtige Eihaut, b die
dichtere Keimblase, c der Fruchthof, in welchem die Keimblase am dichtesten ist. Um den Fruchthof
bemerkt man in einiger Ausdehnung noch einen dichteren Ring cf, der die Ausdehnung des sich entwick-
lenden innern Blattes der Keimblase oder des vegetativen Blattes bezeichnet. Bei B sieht man dasselbe
Ei plit dem Fruchthofe im Profil mit derselben Bedeutung der Buchstaben- — C ist ein Segment der
Keimblase und des Fruchthofes unter dem Mikroskop ungefähr lOOmal vergröfsert. Die Keimblase be
steht aus Zellen, die schon sehr mit einander verschmolzen, deren Kerne aber noch sehr deutlich sind.
In dem Fruchthofe liegen die Zellen, Zellenkerne und Punktsubstanz dichter angehäuft.
Fig. 41. Ein Ei aus dem Uterus von 7 — 8 Tagen. A In natürlicher Grösse. — B Zehnmal
vergröfsert. Man bemerkt an der Oberfläche der äufsern Eihaut kleine Erhabenheiten, die Anfänge der
Zotten. An der innern, der Keimblase, bemerkt man im Centrum den Fruchthof und das vegetative
Blatt schon ziemlich weit über denselben hinaus ausgedehnt. — C Dasselbe Ei in der Seitenansicht, um
die Ausdehnung des vegetativen Blattes der Keimblase noch genauer übersehen zu können. — 1) Die
Parthie der geöffneten Keimblase, in welcher sich der Fruchthof befindet, von Innen. Mit einer Nadel
ist das vegetative Blatt von dem äufsern, dem animalen, im Umkreise um den Fruchthof getrennt und
zurückgeschlagen. Man sieht, dass beide Blätter an der Bildung des Fruchthofes Antheil haben.
Tabula IX.
Fig 42. Ein etwas älteres Ei aus dem Uterus. — A In natürlicher Grösse. Man bemerkt
schon mit unbewaffnetem Auge die Zotten an der Oberfläche der äufsern Eihaut. — B Dasselbe Ei
zehnmal vergröfsert. Die Zotten stehen unregelmässig und haufenweise auf der äufsern Eihaut. Das
vegetative Blatt ist schon so weit gewachsen, dass man seine Grenze bei der Ansicht von oben, wo der
Fruchthof im Centrum liegt, nicht mehr sieht. Diese sieht man dagegen bei C in der Profilansicht. —
]) Ein Stück der äufsern Eihaut mit einer Zotte unter dem Mikroskope. Auch jetzt noch, obgleich die
Zotte bedeutend gewachsen ist, besteht ihre Masse aus Punktsubstanz ohne Zellen und Zellenkerne. — E
Ein Stückchen der äufsern Eihaut mit einigen Zotten unter dem Mikroskop. Man sieht, dass dieselben
nur durch einen Ansatz von Moleculen gebildet sind; keine Zellen und keine Kerne. — F Ein Stück
chen des in kleine hohle Zöttchen oder Fältchen erhobenen Epithelioms der Uterinschleimhaut unter der
Loupe, die sogenannnte Decidua anderer Schriftsteller oder Membr. adventive Coste. — G Ein anderes
Stückchen desselben Epithelioms 250mal vergröfsert, nachdem es etwas in Wasser gelegen. Das ganze
Gewebe erscheint wie aus Körnchen, den Kernen verschmolzener Zellen zusammengesetzt. — H Eine
Ansicht der Keimblase, wo man sternförmige öfter sich mit einander verbindende Zellen mit Kernen
wahrnimmt. Die Lage und das Verhältnis dieser Zellen zwischen den das animale und vegetative Blatt
bildenden Zellenlagen macht es möglich, dass sie dem später erst mit Gewissheit für sich darstellbaren Ge
fäfsblatte angehören, und die Anfänge der Gefäfse der Area vasculosa bezeichnen.
Tabula X.
Fig. 43. Ein noch älteres Ei ungefähr vom Anfange des 9tenTagesaus dem Uterus, das grösste, wel
ches ich unverletzt aus demselben herausbrachte. Die Zotten der äufsern Eihaut haben an Grösse und

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