Titel:
Entwicklungsgeschichte des Kaninchen-Eies
Personen:
Bischoff, Theodor Ludwig Wilhelm Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN669016810/97/
demselben, den er anfangs rund, später länglich sah, erkannte er als den Ort, wo
sich der Embryo auf eine ganz ähnliche Weise, wie der Vogelembryo, aus einem
Primitivstreifen entwickelt (Entwicklungsgesetz II. p. 189. p.). Er sagt ferner, freilich
auf eine sehr kurze und unbefriedigende Weise, dass sich der Keim auf ähnliche
Weise wie bei dem Vogelei in zwei Blätter, ein animalisches und vegetatives, spalte,
und gründet darauf auch seine ganze Darstellung der Entwicklung des Embryo (Ent
wicklungsgesetz II. p. 192. r. u. 208. z.). Allein man erhält keine Gewissheit, ob
diese Angabe Resultat directer Beobachtung, oder nur ein Schluss aus der sonst sich
überall kundgebenden Analogie zwischen Vogel- und Säugethierei ist.
Zunächt hat hierauf wieder Coste selbstständige Untersuchungen bei Hunden
und Sch aasen und vorzüglich Kaninchen angestellt. Auch er sah und beschrieb die
Eichen zuerst als wasserhelle aus zwei ineinander eingeschlossenen Hüllen bestehende
Bläschen. Da er das Keimbläschen des Eierstockeies entdeckt hatte, so glaubte er
anfangs, das innere Bläschen im Uterusei sey das vergrösserte Keimbläschen (L’Institut.
1833. Nro. 202. und 217.). Später hat er diese Ansicht nicht nur zurückgenommen
(Recherches p. 30.), sondern sogar geleugnet (Embryogenie p. 109. Note). An letz
terem Orte betrachtet er die äussere Hülle des Uteruseies als die unveränderte und
nur gewachsene Zona pellucida des Eierstockeies, die er deshalb auch hier schon Dot
terhaut, Membrane vitelline, nannte. Die innere erklärt er für ein Produkt der Ent
wicklung (die ihm übrigens ganz unbekannt geblieben) und nennt sie Keimhaut, Mem
brane blastodermique. Am siebenten Tage bemerkte er an letzterer den von Cruiks-
hank schon am sechsten gesehenen Fleck und nannte ihn Fache embryonnaire, weil
von ihm die Entwicklung des Embryo ausgehe. Bei der allgemeinen Exposition der
Entwicklung des Säugethiereies sagt er sodann in seiner Embryogenie, dass man die
Keimblase als aus zwei Blättern zusammengesetzt betrachten müsse. Damit man den
Grad der Sicherheit dieser Angabe richtig beurtheilen könne, lasse ich hier alles das
jenige mit seinen eigenen Worten folgen, was sich in dem genannten Werke über
diesen Gegenstand findet. Pag. 113. heisst es: »Maintenant, disons que Ja vesicule
blastodermique doit etre consideree com me formee de deux couches principales ou es
sentielles, une externe et lautre interne, et dun feuillet accessoire enveloppant cette
derniere. L’observation directe, il est vrai, ne peut pas dem untrer cette stratisication,
surtout sur un aussi petit objet que l’oeuf immediatement apres son arrivee dans
l’uterus; mais un petit plus tard il a ete en notre pouvoir, de constater ce fait:
d’ailleurs, s’il est vrai que l’on puisse deduire la structure primitive d’un corps des
resultats que fournit ce meme corps en se developpant, nous disons, que la vesicule
blastodermique est composee de trois feuillets, ce que nous demontrerons tout ä Theure.«
Bei der besonderen Darstellung der Entwicklung des Kanincheneies sagt Coste p. 460.:
»A cette epoque aussi (am 7ten Tage), on peut, non sans beaucoup de difsicultes
toutefois arriver a demontrer, ce qui tont ä Theure sera plus evident encore, que la
tache embryonnaire peut se decomposer en deux feuillets concentriques, qui peuvent se

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