Titel:
Entwicklungsgeschichte des Kaninchen-Eies
Personen:
Bischoff, Theodor Ludwig Wilhelm Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN669016810/98/
poursuivre jusque dans presque toute l’etendue du blastoderme, qui est par konse
quent, comme nous l’avons etabli, forme lui meine de deux coucbes comme la tache
embryonnaire avec laquelle il se continue.« Von der Tache embryonaire sagt er sodann
p. 114, dass dieselbe anfangs rund, dann eliptisch und dann guitarrenförmig werde,
worauf dann bald Kopf- und Schwanzende des Embryo in ihr erkannt werden könne.
Man sieht leicht ein, dass sich bei allen diesen Angaben noch eine wesentliche
Lücke zwischen dem Stadium der Entwicklung der Eier, auf welchem wir sie oben
am Ende des Eileiters verlassen haben, und der Beschaffenheit, in welcher sie hier
geschildert werden, findet. Hier ist es auch wieder nur Barry, dessen Untersuchun
gen gerade diesen Zeitraum vorzugsweise treffen, und abermals an einer sehr grossen
Anzahl von Eiern, nicht weniger nämlich als 236, angestellt worden sind. Seine
Beobachtungen betreffen meistens Eier von V 5 — y 2 P. L. im Durchmesser, wo diesel
ben erst eben in der Form zweier ineinander steckender Bläschen aufzutreten anfan
gen. Ueber grössere und spätere Eier berichtet er nur Einzelnheiten. Dieses und eine
wohl nur unvollständige Kenntniss der Entwicklung des Vogeleies und der durch sie
bekannt gewordenen Gebilde, sind wahrscheinlich die Ursachen, weshalb man leider
diesen Untersuchungen Barry’s nur einen geringen Werth beilegen kann, weil sie
vielfache Verwechselungen enthalten, und deshalb auch in sich unklar und verwirrt
sind, so dass es ganz unmöglich ist, seine Meinung herauszubringen und auf eine
kurze und verständliche Weise wiederzugeben. Als Gesammtresultat scheint er durch
seine Untersuchungen darthun zu wollen, dass sich der Embryo auf eine ganz andere
Weise bei dem Säugethiereie als bei dem Vogeleie entwickle; dass es bei jenem keine
Keimhaut gebe und keine Blätter derselben, in welchen sich der Embryo bilde, und
dass derselbe in seinen wichtigsten Rudimenten und mit denjenigen Bildungen, die man
Primitivstreifen, Seröses, Schleim und Gefäfsblatt der Keimblase, Amnion und Nabel
blase genannt habe, schon lange vorher vorhanden seyn, ehe man sie nach den früheren
Beobachtern vermuthen konnte. Denn wenn diese Alle die ersten Spuren des Embryo
und jener Bildungen erst bei 5 — 6 Linien grossen Eiern sahen, so beschreibt er dieselben
alle schon bei Eiern von %—*y 3 P. L. und lässt namentlich den Embryo selbst sich
aus jener eliptischen Zelle zwischen den Dotterkugeln entwickeln, von deren Daseyn
ich mich schon im Eileiter nicht überzeugen konnte. Seine meisten übrigen Angaben
sind zwar auf ganz richtig beobachteten, aber falsch interpretirten Einzelheiten begrün
det, welche ich deshalb auch unmöglich in einem verständlichen Zusammenhange hier
wiedergeben, sondern mich allein bei der nachfolgenden Darstellung meiner Beobach
tungen auf sie beziehen kann. Es ist zu bedauern, dass Barry seine Beobachtungen
auf Eier über y 2 P. L. fast gar nicht ausgedehnt hat; er hätte sich dabei von dem
Irrthume seiner Interpretationen nothwendig überzeugen müssen.
Ich habe der Untersuchung dieses Stadiums der Entwicklung des Kanincheneies
von seinem Eintreten in den Uterus bis zur Erscheinung der ersten bestimmten Spur
eines Embryo in dem sogenannten Primitivstreifen abermals alle mögliche Aufmerksam

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