Titel:
Encyklopädie der gesammten Thierheilkunde und Thierzucht ; Erster Band (Aa - Brunot)
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wandten. Zur Brunstzeit wird er bösartig.
Der Anoa ist der kleinste aller Büffel, wird
kaum 1'3 bis 1‘40 m hoch. Sein Leib ist ge
drungen; nach hinten fällt die Stärke des
selben bedeutend ab. Der Kopf ist auf der
Stirne sehr breit, gegen die Muffel hin zuge
spitzt. Hals kurz und schwach gerundet. Das
am Grunde stark abgeplattete Gehörn steht
mit den Spitzen rückwärts. Freytag.
Anodyna, Arzneimittel, gegen die Sensi
bilität gerichtet (s. Anaesthetica). Vogel.
Anomodontia, fossile Reptilien mit bicon-
caven Wirbeln; aus der Triaszeit. Kitt.
Anomoepus major(ävdp.oco<;, ungleich), ein
nur aus Fährten bekanntes vorweltliches Thier,
dessen Hinterfüsse dreizehige Spuren mit
starken Fersenabdrücken, dessen Vorderfüsse
kleine fünfzehige Spuren im Schlamme hinter
liessen, das offenbar den Säugern angehörte und
wahrscheinlich wie ein Frosch in Ruhestellung
gesessen haben muss, um jene Abdrücke zu
hinterlassen (s. a. Hessberger, Thierfährten).Kt.
Anomura, Halbschwänze oder Mittelkrebse
(von ä und vdp.og, unregelmässig, gesetzwidrig,
und oipd, Schwanz). Mit diesem Namen wird
von Milne Edwards eine Gruppe der zehn-
füssigen Krebse, Crustacea decapoda, bezeich
net, welche durch die eigenthümliche Beschaf
fenheit ihres Postabdomens, des sog. Schwanzes,
ein Uebergangsglied zwischen den langschwän-
zigen (Macroura) und den kurzschwänzigen
Krebsen (Brachyura) herstellen. Das Postabdomen
ist von geringer Grösse, ohne Gliedmassen, die
zur Bewegung dienen, an der Spitze meist mit
flossenartigen Anhängen. Das letzte oder die
beiden letzten Paare der Gangbeine verküm
mert. Dahin gehören die Einsiedlerkrebse (Pa-
gurina), die Sandkrebse (Hippidea), die Gala-
theidea. Die Abtheilung wird in den neueren
Systemen nicht mehr anerkannt, da eine
scharfe Trennung derselben von den Macrouren
nicht durchzuführen ist. Studer.
Anophthalmus (von a und expfl'OiXp.cI?,
Auge) bezeichnet den angeborenen Mangel
beider Augäpfel, seltener des einen; es ist dann
die normal gebildete, in ihren Durchmessern
etwas verengte Orbita vollständig leer oder der
Fundus des Conjunctivalsackes birgt als einzi
gen Inhalt ein kleines, weissliches, manchmal
auch zahnfleischartiges Knöpfchen. Die Adnexa
des Auges sind fast immer vorhanden, wenn
auch oft in abnorm kleinen Dimensionen ange
legt. Der Sehnerv und die Sehhügel verhalten
sich verschieden in ihrer Entwicklung. Es muss
angenommen werden, dass in früheren Ent
wicklungsstadien ein Augapfel existirte, um den
sich die Orbita bildete, an welchem sich die
Haut zu den Lidern faltete und über dem sich
die Conjunctiva anlegte, und erst später ging
derselbe durch irgend ein Ereigniss zu Grunde,
sei es nun, dass seine Destruction von den
Centralorganen aus eingeleitet wurde oder, in
centripetaler Richtung schreitend, am Bulbus
beginnend, später das Centrum erreichte. Sp.
Anoplotherium (Cuv.), Stammthier der
Artiodactylen oder paarzehigen Hufthiere,
hauptsächlich im Tertiärgyps von Paris ge

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