Titel:
Encyklopädie der gesammten Thierheilkunde und Thierzucht ; Erster Band (Aa - Brunot)
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selben wuchernde Geschwulstmasse mit mehr oder weniger
zahlreichen kleinen, pilzhiltigen Granulationsknötchen;
c) ein Knochen und Haut durchbrechender Theil der Ge
schwulst. — Fig. 8. Actinomykom des Schlundes vom Rind
nach mehrjähriger Aufbewahrung in verdünntem Alkohol
(% nat. Gr.): a) ein grösserer Knoten mit exquisit spon
giöser Schnittfläche — b,C) kleinere Knötchen. —Fig. 9.
Pflanzenpartikel aus der Tonsille eines Schweines, mit
kleinen Actinomycesrasen besetzt (Zeiss A. 4 — 97). —
Fig. 10. Querschnitt eines kleinen Bronchus aus der Lunge
eines Rindes (Fall Pflug), in welchem, umgeben von lym-
phoiden und epithelioiden Zellen, ein kleiner Actinomyces
rasen liegt.
Action ist im Allgemeinen der Ausdruck
für die Gesammtthätigkeit in der Bewegung
eines Pferdes und findet daher diese Bezeich
nung für jede specielle Gangart desselben An
wendung. Die Action scheidet sich mit Rück
sicht auf die natürlichen Gangarten haupt
sächlich in eine leichte und in eine schwere.
Als leicht ist die Action dann zu bezeichnen,
wenn die Bewegung sowohl in ihren einzelnen
Phasen, als auch im Ganzen auf Grund der
dem Pferde eigenen (innewohnenden) Energie
(Nerv) vollends präcis und zwanglos, bezw. auch
raumgreifend ist. Die leichte und dabei prä
cise Action ohne Rücksicht auf die Schnellig
keit in der Bewegung wird auch als elegant
bezeichnet. Schwer oder schwerfällig aber wird
die Action genannt, wenn die Bewegungen
des Pferdes theils ohne Präcision und mit
Anstrengung, sowie räumlich ohne besonderen
Erfolg ausgeführt werden. Die Action wird
hoch genannt, wenn die Bewegung der Extremi
täten innerhalb bestimmter Momente sowohl
in der Beugung, als auch in der Streckung
weit vom Boden abstehend vollführt wird;
während die Action als nieder (niedrig) dann be
zeichnet wird, wenn die Extremitäten während
der Bewegung nur wenig von ihrer Unterlage
in senkrechter Richtung abgehoben werden.
Für die räumlichen Bewegungsverhältnisse
ist im Allgemeinen die niedere Action günstig,
die hohe aber ungünstig. Bei den künstlichen
Gängen des Pferdes wird die Action wieder
speciell in mehrfache und dabei typische Grade
der einzelnen Bewegungsarten geschieden. Lr.
Actio quanti minoris, Minderungsklage,
Klage um Sphadenersatz. Zu derselben war
nach dem alten römischen ädilicischen Gesetze
jeder Käufer eines Thieres während der Dauer
von sechs Monaten nach dem Kaufe berechtigt,
wenn er den Nachweis liefern konnte, dass das
gekaufte Thier um einen Preis erstanden war,
der um mehr als die Hälfte den normalen
Werth desselben überstieg. Die Berechtigung
zur Klage erlosch erst in einem Jahre. Der
Kläger musste aber den Nachweis führen, dass
die Fehler und Mängel, welche den Werth des
Thieres verminderten, schon zur Zeit des Kaufes
vorhanden waren. Semmer.
Actio redhibitoria, Wandlungsklage, be
zweckte nach dem ädilicischen Gesetze die Rück
gängigmachung des Handels, Aufhebung des
Contractes, Rückgabe des Thieres an den Ver
käufer und Zurückerstattung des Kaufpreises
nebst Zinsen und allen auf das gekaufte Thier
verwendeten Auslagen an den Käufer. Aus
genommen waren nur die Fütterungskosten,
weil angenommen wurde, dass diese durch die
Benützung des Thieres ausgewogen werden.

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