Titel:
Encyklopädie der gesammten Thierheilkunde und Thierzucht ; Achter Band (Pferdescheere - Rysz)
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geboren 1875 v. Tom Hunter a. e. Stute v.
Scott Hiatioga, eingeführt, die der Mutter
stutenheerde des Gestüts noch angehört.
Das heutige Bredagestüt zählt einen Ge-
sammtbestand von etwa 115 Köpfen. Hievon
sind fünf Beschäler, nämlich ausser dem ge
nannten Eiwood Medium, Grandmont 2147,
Hambleton 1221, Leopardi und Angelus.
Grandmont ist in Amerika von General Wm. T.
Withers auf dem Fairlawn Stock Farm,
Lexington, Kentucky gezogen, v. Almont 33,
v. Abdallah 15, v. HambletonianlO (Rysdyk’s).
Grandmont’s Mutter ist die in fairlawn ge
zogene Badoura v. Cassius M. Gj»y zun. 22.
Er ist 1885 nach Italien gebracht und führt
jedenfalls das ausgesuchteste amerikanische
Traberblut in seinen Adern. Der dritte Be
schäler des Gestüts, Hambleton, ist 1875 ge
boren v. Florida (v. Habletonian 10 a. e.
Stute v. Volunteer 55) a. d. Lady Woodhull,
v. Hambletonian 10 a. e. Stute von Y. Hikory.
Von den beiden übrigen Hengsten ist Leopardi
ein englischer Vollblüter, v. Pacific a. d.
Nice Girl, und Angelus, früher Adone genannt,
ein im Gestüt San Rossore gezogener Hengst
v. Angelus (Vollblut) a. d. Absolution v.
Muscovite oder Gonversion.
DieZahl der Mutterstuten beträgt 35 Stück.
Eine derselben ist die bereits genannte
America, eine andere ist in dem königlich
ungarischen Staatsgestüt Kisbör gezogen,
eine stammt aus Russland, zwei aus dem
Franchettigestüt, Die weitaus grösste Zahl
ist aber der eigenen Zucht entsprossen und
in Camazzole gezogen. Diese letzteren stammen
zum grössten Theil von dem im Jahre 1888
eingegangenen berühmten russischen Traber-
hengst Nagrad v. Krolik (v. Krolik H. einem
Enkel v. Lebed I.) a. d. Nimpha, v. Prigoskai,
einem Enkel des Bars, sowie von Y. Per
former II., einem englischen Halbbluthengst
ab. Das Haarkleid der Stuten ist sehr ver
schieden, Braune aller Abtönungen, Füchse,
Schimmel, Rappen stehen hier, so dass alle
Farben vertreten sind. Die Grösse der Stuten
beträgt im Durchschnitt 1'58% m, jedoch
schwankt das Mass zwischen 1 '64% und
183 m.
An jüngeren Pferden, d. h. solche, die
vier Jahre und darunter zählen, enthielt das
Gestüt 1888:
4 vierjährige Fohlen,
13 dreijährige „
10 zweijährige „
10 einjährige „
18 heurige „
Ausserdem birgt dasselbe eine Zahl Pferde, im
genannten Jahre 16, welche vierjährig und älter
sind und auf der Rennbahn ausgenützt werden.
Unter diesen ist besonders die im Jahre 1885
aus Amerika eingeführte Amelia C. mit einem
Record von 2 : 19% zu nennen, welche in ihrem
Geburtslande Traber, wie Happy, Thought,
Billy Button, Hersey u. s. w., schlug und
auch in Europa viele Rennen in Padua,
Treviso, Wien u. s. w! gewann. Ein Theil
dieser Traber ist schon dem eigenen Gestüt
entsprossen, dessen Aufzucht überhaupt zu-
Koch. Encyklopädie d. Thierheilkd. VIII. Bd.

nächst dem Trabersport dient und hierin für
eigene Rechnung des Besitzers ausgenützt
wird. Dieser ist unermüdlich bestrebt, ohne
Opfer zu scheuen, wie die zahlreich ge
schehenen Ankäufe von Pferden bezeugen,
nur das Beste hierin zu schaffen und zu
leisten. So enthält der Rennstall mehrere in
Ungarn gezogene Pferde sowie solche aus
Mirandolla, Sabbioncello und Mirano. Dann
aber werden die Pferde, meist auf ihre Lei
stungsfähigkeit erprobt, theils an Private,
theils auch an den Staat verkauft. Die italie
nische Regierung z. B. erwarb im Jahre 1887
den nach Edwood Medium a. e. Vollblutstute
gezogenen Brigliadore als Beschäler für
8000 Francs, ein Preis, der sicher für
die Güte der im Gestüt erzeugten Pferde
spricht. Grassmann.
Pony ist die englische Bezeichnung für
alle kleinen Pferde, welche unter 13 hands
(gleich 132 m) hoch sind.
Das Wort Pony ist auch in vielen anderen
Ländern in Gebrauch gekommen, und man
versteht speciell in Deutschland darunter
solche Pferde, die eine Höhe von 140 m
nicht erreichen. — Ponyartige Pferde gibt
es in verschiedenen Ländern Europas und
Asiens. Die kleinsten sollen sich auf den
Inseln des indischen Archipels sowie in
Japan und China vorfinden. — In Europa sind
die kleinsten Equiden ebenfalls auf mehreren
Inseln anzutreffen, so z. B. auf den Shetlands
und Orkneyinseln, auf Island, Oeland, Corsika,
Sardinien, Skyros und anderen Inseln des
griechischen Archipels. Ebenso finden sich
auch im Norden und Osten Schottlands, im
südwestlichen England und Wales kleine
Pferde, die mit Recht als Ponies bezeichnet
werden. In Skandinavien, Finnland, den
russischen Ostseeprovinzen, in Masuren und
Lithauen kommen solche gleichfalls vor, und
endlich trifft man auch auf der Balkanhalb
insel — hier vorwiegend in den Gebirgsland
schaften — viele kleine Pferde, welche kaum
1 40 m hoch sind und daher von Vielen als
Ponies bezeichnet werden. — Bei den nordi
schen, meist lang- und rauhhaarigen Pferdchen
dieser Art herrscht die dunklere Haarfärbung
vor. Füchse und Schimmel sieht man nur ver
einzelt. Allgemein rühmt man die Genüg
samkeit dieser Pferde; viele derselben haben
einen sehr starken Rücken und können daher
sehr wohl als Packthiere dienen und oft Er
staunliches leisten. Freytag.
Pony, englisch, bezeichnet eine Summe
von 25 Guineas, wird aber nur bezüglich der
bei Wettrennen abgeschlossenen Wetten an-,
gewendet. Grassmann.
Pope, ein englischer Vollbluthengst, ge
boren 1806 v. Wazy, gewanh 1809 dem Herzog
v. Grafton das englische Derby. Grassmann.
Popiollen, in Preussen, Regierungsbezirk
Gumbinnen, liegt zwischen Angerburg und
Darkehmen, unweit von Buddern und etwa
18 km meist südlich der nächsten Eisenbahn
station Darkehmen.
Popiollen ist ein dem Lieutenant der
Reserve Heinrich Warkentin gehöriges Gut.
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