Titel:
Encyklopädie der gesammten Thierheilkunde und Thierzucht ; Neunter Band (S - Stallspringer)
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(poirits) oder Eigenschaften der besten Rassen
besässe und ausnahmslos ein zartes, wohl
schmeckendes Fleisch liefere.
Bei nur leidlich gutem Futter geben
die Shetlandskühe ein verhältnismässig grosses
Quantum reicher, fetter Milch, die haupt
sächlich zur Butter- und Käsefabrication be
nützt wird. Zur Arbeit werden die Ochsen
und Kühe nicht oder höchst selten heran
gezogen; sie sind dazu wenig geeignet. Be
züglich der Haarfarbe dieses Viehschlages
lauten die Antworten — auf unsere An
fragen — nicht gleich; Grauschecken sollen
ziemlich häufig vorkommen, aber auch Falben
und Braune nicht selten sein.
Die Schafzucht hat mindestens ebenso
grosse, wenn nicht noch grössere Bedeutung
für die Bewohner der Inseln als die Zucht
von Rindern, und wenn auch der Bestand an
Schafen in der Neuzeit etwas zurückgegangen
ist, so kann er noch immer ein ziemlich grosser
genannt werden.
In mancher Beziehung, ganz besonders
in der Lebensweise, haben die kleinen
Shetlandsschafe Aehnlichkeit mit den Ziegen;
ihre Flaumwolle ist aber stets viel feiner und
auchweisser; sie wechselt in der Farbe sehr
auffallend; es gibt dort weisse,schwarze, graue,
scheckige und eigenthümlich braun gefärbte
Schafe; letztere nennt man „Moorat“ und
sieht sie immer gern.
Gewöhnlich sind beide Geschlechter ge
hörnt; doch bleiben ihre Hörner immer kurz,
zierlich und erinnern an das Ziegengehörn.
Es kommen , aber auch viele ungehörnte
Schafe vor.
Die Shetlandsschafe gehören zur Gruppe
oder Art der kurzschwänzigen Nordeuropas,
und sind wahrscheinlich mit die kleinsten,
zierlichsten in ganz Europa. Die Böcke werden
selten castrirt, und ist infolge dessen die Ver-
hältnisszahl dieser zu den weiblichen Thieren
eine günstige. Fast alle Zibben kommen
trächtig in den Winter, aber meistens wird
nur ein Lamm geboren: Zwillinge sind seltene
Erscheinungen. Die Wolle bildet ein Gemisch
von langen, groben Grannen- und sehr feinen
Flaumhaaren; im Sommer werden letztere aus
gerissen, das Grannenhaar lässt man aber
sitzen, damit die Thiere gegen die Unbilden
des Wetters einigermassen geschützt sind.
Das Grannenhaar heisst „Sendda“ und der
Flaum „Fors“. Die Schafe vertragen das
nordische Klima sehr gut, sind äusserst hart
und genügsam. Zur Zeit der Ebbe laufen und
springen sie von den Felsen an das Ufer des
Meeres, um hier Nahrung zu finden; Algen
(Seetang) und Fische werden von ihnen
gierig verzehrt. Im Winter bilden getrocknete
Fische oftmals ihr Hauptfutter, und müssen
sie sich zu dieser Zeit meist sehr kärglich
behelfen. In der Neuzeit hat man auf einigen
Inseln Kreuzungen mit schottischen Schwarz
köpfen und Cheviots vorgenommen.
Ziegen werden auf einigen Inseln in
grosser Zahl gehalten; sie sollen ebenfalls
— wie die Schafe — kleine, zierliche Ge

schöpfe sein, die aber dennoch verhältniss
mässig viel Milch geben.
Die Schweine sind meist gering-
werthige Thiere, die sich oftmals ausschliess
lich von Fischen ernähren müssen; ihr Fleisch
hat infolge dessen keinen angenehmen
Geschmack, ist gewöhnlich thranig und der
Speck weichlich.
Endlich ist noch zu erwähnen, dass auch
die Geflügelzucht auf den Shetlandsinseln gar
nicht unbedeutend ist, hauptsächlich werden
dort viele Gänse gehalten. Freytag.
Shotover, eine englische Vollblutstute,
wurde im Jahre 1879 von Mr. H. Chaplin
gezogen V. Hermit [v. Newminster (s. d.) a. d.
Seclusion v. Tadmor (v. Jon a. d. Palmyra)
a. d. Miss Sellon v.Cowl a. d. Belle Dame]
a. d. Stray Shot v. Toxophilite (v. Longbow
a. d. Legerdemain v. Pantaleon a. d. Decoy)
a. d. Vaga v. Stockwell a. d. Mendicant v.
Touchstone a. d. Lady- Moore Carew. Dieselbe
gewann dem Duke of Westminster unter
Jockey T. Cannon u. a. The two thousand
Guineas Stakes vor Quicklime v. Wenlock,
Marden, Purserbearer und 14 anderen Pferden,
sowie The Derby Stakes (engl. Derby) zu
Epsom in einem Felde von 14 Pferden, indem
sie zunächst wieder Quicklime, dann Sachern,
Bruce und im weiteren Felde Marden, Purser
bearer, Pension u. s. w. schlug. Durch diese
beiden Siege brachte die von John Porter
trainirte Stute, die bis dahin die dritte Stute
war, die das englische Derby während seines
Bestehens (seit 1780) gewann, ihrem Besitzer
5000, bezw. 4773 Pfund Sterl. ein. In den
Guineas durchlief Shotover die Distanz von
1 mile 17 yards in 1 Minute 83, 2-5 Secunden,
und zu dem Derby brauchte sie über 1% miles
2 Minuten 45, 3-5 Secunden. Grassmann.
Si., Zeichen für Silicium. Anacker.
Siagon (von cu'siv, bewegen; äysiv,
führen), der Kinnbacken. Anacker.
Sialaden (von ot'aXov, Speichel; dSVjv,
Drüse), eine Speicheldrüse. Anacker:
Sialagoga sc. remedia (von ot'aXov,
Speichel; ayoyo?, führen), speicheltreibende
Mittel. Anacker
Sialaporla (von otaXov, Speichel; äwopo?,
ohne Ausweg), Mangel an Speichel. Anacker.
Sialismus s. sielismus (von otaXt'Cetv,
speicheln), das Speicheln, der Speichelfluss. Anr,
Sialocinetica (von otaXov, Speichel;
xiv*tv, bewegen), sc. remedia, speicheltrei
bende Mittel. Anacker.
Sialodelea (von ot'aXov, Speichel; ?eXstv,
täuschen), die Hundswuth. Anacker.
Sialolithiasis (von ot'aXov, Speichel; Xtfros,
Stein), die Speichelsteinbildung. Anacker.
Sialolithus (von ot'aXov, Speichel; Xtfl-o?,
Stein), der Speichelstein. Anacker.
Siaiorrhoea (von ot'aXov, Speichel; porj,
Fluss), der Speichelfluss. Anacker.
Sialoschesis (von ot'aXov, Speichel; o^eot?,
Verhaltung), die Speichelverhaltung. Anacker.
Sialostyptica. Speichelvermindernde Mit
tel, s. Ptyalagoga.
Sialosyrinx (von ot'aXov, Speichel; oopty?,
Röhre, Fistel), die Speichelflstel. Anacker.

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