Titel:
Encyklopädie der gesammten Thierheilkunde und Thierzucht ; Neunter Band (S - Stallspringer)
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und hierauf mit ammoniakhaltigem Wasser
ausgezogen. Die ammoniakalische Lösung
hinterlässt beim Verdunsten das Phosphat.
Dasselbe wird mit Baryt zerlegt. Das Phos
phat ist leicht löslich im Wasser, fast un
löslich im absoluten Alkohol, reagirt stark
alkalisch, zieht an der Luft Kohlensäure und
Wasser an und schmilzt unter Zersetzung
hei 170°C. Die Krystalle finden sich zu
weilen auch an der Oberfläche in Alkohol
aufbewahrter anatomischer Präparate. Lh.
Spermiola s. spermiolum (Demin. von
OTcepp.«, Same), der Laich. Anacker.
Spermobole (von a!cepp.oßoXsTv, Samen
von sich geben), die Samenergiessung. Anr.
Spermoderma (von oirepp.a, Same; 8epp.a,
Haut), die Samenhaut der Phanerogamen. Anr.
Spermoedia clavus (von oitepp.a, Same;
otSäv, schwellen; clavus, der Nagel), der
Mutterkornpilz. Anacker.
Spermolithus (von cirepp-a, Same; X(Ko?,
Stein), der Samenstein. Anacker.
Spermophlebectasia (von airsp[).a, Same;
Erweiterung der Samenblutadern. Anacker.
Spermophorum (von 07tlpp.a, Same;
«pepeiv, tragen), der Samenträger, das Samen
bläschen, der Hoden. Anacker.
Spermostemon (von oitspp.a, Same;
orqp.(»v, Faden), der Samenfaden = Samen-
thierchen. Anacker.
Spermotrophe (von aicSpp,«*, Same; vpo'p-q,
Nahrung), die Placenta in den Körner
früchten. Anacker.
Spessartvieh, s. u. „Vogelsberger Vieh“.
Sphacelia. Das conidienbildehde Hyme
nium des Claviceps purpurea, s. Seeale cor-
nutum.
Sphacelinsäure. Die trockenen Brand
(Sphacelus) erzeugende harzartige Substanz
des Mutterkorns. Deren Wirkung s. Seeale
cornutum.
Sphacelus (von ad£etv, tödten), der
kalte Brand, der Beinfrass der Alten.
Sphacelus humidus, der feuchte
Brand.
Sphacelus siccus, der trockene Brand
(s. Brand). Anacker.
Sphaera (von atpai'psiv, wickeln), die
Kugel, der Kreis, der Wirkungskreis. Anr.
Sphaeragra (von ctpoüpa, Kugel; «yp«,
Fang, Beute), die Kugelzange. Anacker.
Sphärische Aberration ist die Erschei
nung, dass Lichtstrahlen, welche von einem
Punkte ausgehen, nach ihrem Durchgänge
durch eine Kugellinse nicht genau in
einem Punkte sich wieder treffen. Die nahe
dem Rande auffallenden Strahlen werden
stärker gebrochen als jene, welche den mitt
leren Theil der Linse treffen (die Central
strahlen). Verbindet man sämmtliche Kreu
zungspunkte der auf verschiedene Stellen
der Linse auffallenden, ursprünglich von
einem Punkte ausgehenden Strahlen, so er
hält man eine eigenthümlich gekrümmte
Fläche, die Brennfläche oder kaustische

Fläche. Die Erscheinung ist umso bemerb
licher, je grösser die Oeffnung der Linse,
das ist der Winkel ist, den zwei von zwei
gegenüberliegenden Punkten des Linsenrandes
zum Mittelpunkt der Kugel, von welcher die
Linsenfläche ein Theil ist, gezogene Geraden
bilden. Zur Vermeidung der durch die
sphärische Aberration hervorgerufenen Uebel
stände, Unschärfe und Verzerrung der Bilder,
wendet man geeignete Combinationen von
Linsen mit passenden Krümmungshalbmessern
(Linsensysteme) an, und benützt ausserdem
nur die Centralstrahlen, während man die
Randstrahlen durch Blenden abhält. Ein
Linsensystem, durch welches die sphärische
Aberration möglichst klein gemacht worden
ist, heisst ein aplanatisches Linsen
system. Blaas.
Sphärobacterien — Kokken — Mikrokok
ken — Kugelbacterien, s. Spaltpilze im Reg.
d. Bandes.
Sphaeroblastes (von tjcpoccpa, Kugel;
ßXaoro?, Keim), die Kugelkeimer, Pflanzen
mit ungespaltenen, kugelförmigen Samen-
lappen und seitlichem Blattfederchen. Anr.
Sphaerococcus. Meeresalge Ostasiens,
s. Alsidium Helminthocortus.
Sphaerula (von otpdipa, Kugel), das
Kügelchen, die Kugelfrucht. Anacker.
Sphaerulcon (von oepdipa, Kugel; IXxetv,
ziehen), der Kugelzieher. Anacker.
Sphage (von aSchlachten, die Kehle. Anacker.
Sphagitis (von 2!p»y^, Kehle), die Drossel
nder. Anacker.
Sphagnaceae. Torfmoose, mit aufspringen
dem Deckel, aber ohne Schleuderzellen, mit
fadenförmigem Moosstengel, gehören zu den
grösseren weisslichen Moosen, welche in hohen
schwammigen Polstern auf Sümpfen wachsen
und zu den wichtigsten torfbildenden
Pflanzen gehören. Vermöge ihrer äusserst
zahlreichen leeren Zellen bilden sie eine vor
zügliche poröse, absorbirende Masse und
liefern ein ausgezeichnetes Torfmull. VI.
Sphenocephalus (von affl-qv, Keil; xecpaX-q,
Kopf, der Keilkopf. Anacker.
Sphenorrhamphae (von otprjv, Keil;
pap.Anacker.
Sphigma (von cipiyysiv, zusammen
schnüren), das Eingeklemmte. Anacker.
SphinCterfccpiyxTYjpvon acpiyyco schnüren),
der Schliessmuskel. Derselbe besteht theils
aus quergestreiften, theils aus organischen
Muskelfasern und umgibt kreisförmig die
Ausgangsöffnungen von Organen oder Ein
geweideapparaten, die er durch seine Con-
traction schliesst. Speciell zu erwähnen sind
derSphincter ani externus und internus, ersterer
aus willkürlichen, letzterer aus organischen
Muskelfasern bestehend(s. After), derSphincter
der Harnblase, aus organischen Fasern be
stehend (s. Harnblase). Eine gleiche Wirkung
haben, wenn auch in der Anatomie gewöhnlicti
nicht als Sphincteren bezeichnet, die M. con-
strictor cunni, der M. orbicularis oris und
palpebrarum. Eichbaum.

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