Titel:
Encyklopädie der gesammten Thierheilkunde und Thierzucht ; Neunter Band (S - Stallspringer)
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sehen Magenkatarrhen und Magenerweiterung
leiden; auch in Schmutzwasser u. dgl.
2. 8. lutea Schröt. Individuen ca. I p.
gross, Citronen- oder honiggelb, ca. I mm
grosse Colonien bildend. Verflüssigt Gelatine
nicht: kommt auch auf Kartoffeln, auf Brot
u. s. w. vor. Wächst sehr langsam. In Zim-
merluft.
3. S. rosea Schröt. ca. 2p gross. Erlsch
hell rosenroth, im Alter bräunlich. — In
Sümpfen.
4. 8. aurantiaca. Bildet goldgelbe bis
orangenfarbige Colonien. Wächst langsam;
verflüssigt Gelatine. — In Zimmerluft.
5. S. paludosa Schröt. Kokken ca. 2p.
gross, farblos, stark lichtbrechend. In allen
Theilen grösser als 8. ventriculi. In Schmutz
wässern von Zuckerfabriken. Harz.
Sarcites (von odp4, Fleisch), die Auf
treibung musculöser Theile, die Hautwasser
sucht.
Sarcitis (von adp?, Fleisch, itis die
Entzündung) die Muskelentzündung, der acute
Rheumatismus, Anacker.
Sarcoblast (odpi, Fleisch, und ßXaardvu>,
bilden, Fleischbildner) sind spindelförmige
Zellen, die unter Theilung und Vermehrung
ihres Kernes zu einem Cylinder, an dessen
Oberfläche sich bald Quer- und Längsstreifen
bilden, also zu quergestreiften Muskelfasern
answachsen. Eichbaum.
Sarcocarpium (von odpj, Fleisch; xdprco?,
Frucht), die mittlere Fruchthülle oder Fleisch
hülle der Frucht, Anacker.
Sarcocele (von odo£, Fleisch, x-qXrj,
Bruch); der Fleischbruch beruht auf einer
Vergrößerung des Hodens durch Zunahme
des Bindegewebes und sarkomatöse Entar
tung des Hodengewebes. Ein derartiger Ho
den ist nicht nur beträchtlich grösser als
im normalen Zustande, sondern auch härter
und höckerig anzufühlen; auf dem Durch
schnitte bemerkt man breite Faserzüge von
fester oder mehr weicher, saftiger Consistenz,
die mitunter auch Gallertcysten enthalten.
Die sarkomatöse Entartung erstreckt sich
häufig auch auf den Samenstrang bis in die
Bauchhöhle hinein (Bruckmüller). Das Vor
handensein von Cysten in der degenerirten
Hodensubstanz charakterisirt die Neubildung
als Cystosarkom. Die Cysten gehen öfter aus
ausgebuchteten Samencanälchen, sonst aber
auch aus dem neugebildeten Bindegewebe
hervor, letzteres wandelt sich an manchen
Stellen in Knorpelgewebe um in Form kleiner,
harter Knoten. Combinationen mit Careinom
kann ebenfalls statthaben (s. „Geschlechts
organe“ und „Hodenkrankheiten“). Anr.
Sarcode (von adp£, Fleisch; eHo;, Ge
stalt, Form), eine gallertartige Substanz,
resp. ein niederes Thier mit Verkürzungs
vermögen. Anacker.
Sarcolemma (von adp$, Fleisch; Xeppa,
Schale, Haut), die Primitivscheide der Muskel
fibrillen (s. Muskeln) Anacker.
Sarcologia (von adp4, Fleisch; Xklyo;,
Lehre), die Muskellehre. Anacker.

Sarcoma (von odp4, Fleisch; o-p«^ Ge
schwulst), die Fleischgeschwulst, das Fleisch
gewächs. Anacker.
Sarcomatodes (von adpxmpa, Fleisch,
gewächs; sIZv;, Gestalt), Reisehgewächs-
artig. Anacker.
Sarcomatoscheocele s. sarcomoscheocele
(von adpxmpa, Fleischgewächs; wqXv), Bruch;
oaysov, Hodensack), der Hodensackfleisch
bruch. Anacker.
Sarcomyces (von adpE, Fleisch; pöxv;?
Schwamm), der Fleischschwamm. Anacker.
Sarcophaga (von odp?, Fleisch; tpdyr.v,
essen), die Fleischfliege. Anacker.
Sarcophyma (von adpl, Fleisch; ®öpa,
Geschwulst), die starke Fleischgeschwulst. Anr.
Sarcoplastae (von adp4, Fleisch; wXdaasiv.
bilden), fleischbildende Zellen. Anacker.
Sarcopsylla (von adp4, Fleisch; iJioXXa,
Floh), der Fleischfloh in der Haut der Säuge-
thiere Südamerikas.
Sarcopsylla penetrans (von penc-
trare, eindringen), der Sandfloh. Anacker.
Sarcopta s. sarcoptes (von adp4, Fleisch;
xo'itTeiv, schneiden; irrqooejy, sich verstecken),
die sich in die Haut eingrabende Räude
milbe. Anacker.
Sarcoplerygium (von o dp£, Fleisch;
itrepuftov, Augenfell), das Fleischfell auf dem
Auge. Anacker.
Sarcoptiden. Die Merkmale der Familie
der Sarcoptiden sind die folgenden: Acarier
von mikroskopischer Grösse, mit weichem,
weisslichem Körper, ohne Augen und ohne
vollständigen Athmungsapparat. Der Rüssel
wird durch eine Unterlippe gebildet, welche
aus der Vereinigung der Maxillen entsteht,
über welche ein Paar kurze, zangenförmige
Kiefern gleitet, und an welche sich an jeder
Seite ein Paar Maxillarpalpen mit drei cylindri-
schen Gliedern anheftet. Die Füsse haben
fünf Glieder und sind in zwei Gruppen, die
eine neben dem Rüssel, die andere am Hinter
leib angeordnet; die Tarsen endigen in einen
Haken, der gewöhnlich von einer Saugröhre
begleitet ist, welche die Form einer gestielten
oder ungestielten Glocke hat. Die Fort
pflanzung geschieht durch Eier; die
Larve ist sechsfüssig.
Wir haben die Familie der Sarcoptiden
in fünf Stämme abgetheilt, welche sich durch
ihre Lebensgewohnheiten unterscheiden;
Der erste, jener der Sarcoptides
detriticoles, besteht aus Acariern, welche
niemals Parasiten sind und auf thierischen
und pflanzlichen, in der Verwesung begriffenen
Materien leben. Man findet sie häufig in
Ställen, in Fouragen und auch zufällig auf
Thieren, denen sie jedoch keinerlei Belästi
gung verursachen, können aber dann mit
Unrecht für Krätzmilben genommen werden,
weshalb es nöthig ist, sie genau zu kennen,
um Irrthümer zu vermeiden.
Dieser Stamm umfasst die Arten: Tyro-
glyphüs, Glyciphagus, Carpoglyphus, Caepo-
phagus und Senator. Der Typus der ersten
Art ist der Tyroglyphus siro (Fig. 1624
und 1621a), der sich in grossen Mengen auf

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