Titel:
Encyklopädie der gesammten Thierheilkunde und Thierzucht ; Zehnter Band (Stall und Stallbau - Verbrennen)
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werden die Fohlen im Alter von l1/,, bis 2
Jahren eingespannt, zuerst vor einen ein-
sitzigen zweiräderigen Karren (breaking) mit
einem eigenthümlichen Geschirr (kicking
strap), das die Fohlen am Hintenausschlagen
verhindert. Wenn die Fohlen sich ruhig be-
wegen können, werden sie vor die „Spinne“
(sulky) gespannt, einem einsitzigen Karren
mit hohen Rädern, wie er auch auf den euro-
päischen Traberbahnen üblich ist. Jedes
Trabergestüt besitzt nahe dem Gehöft oder
der Stallung eine Fahrbahn strack), die in

thümlichkeiten des Trainings und Treibens
des nordamerikanischen Trabers sind ausführ-
lich dargestellt von Hiram Woodruff (The
trotting horse of America: how to train and
drive him. With Reminiscences of the trotting
turf. Herausgegeben von Charles J. Fester
bei Porter & Coates in Philadelphia. Dies ist
das Hauptwerk [mit 477 Seiten und Abbil-
dungen] über das nordamerikanische Traber-
wesen), einem berühmten Züchter und Trainer
nordamerikanischer Traberpferde.

Die Traberzucht ist in den Vereinigten

Fitr. 2286. Nordamerikanische Tiaberstute „Sunol“. Record 2Min. 81/* Sec. = 1 Min. 19*7 Sec. d. Km. (Photographie)

eirunder Form eine ganze oder eine halbe
englische Meile (etwa 1600 oder 800 m) lang
ist. Auf dieser Fahrbahn werden die Fohlen von
dem Gestütsbesitzer oder seinem Trainer
täglich, gewöhnlich Nachmittags, im Traben
geübt. Die erste Meile laufen sie gewöhnlich
in 5 Minuten, die letzte in 3 Minuten oder
kürzer, wenn sie für ein Rennen trainirt
werden. Nach dieser Uebung kommen die
Fohlen nass und schaumbedeckt in den Stall,
wo sie sehr sorgfältig abgerieben und ge-
trocknet werden.

Auf Einzelheiten bei der Handhabung
und Uebung des jungen Traberpferdes soll
hier nicht eingegangen werden. Die Eigen-

Staaten Amerikas lediglich eine Privatsache
unternehmender Pferdezüchter. Die einzelnen
Staaten oder der Bund bekümmern sich nicht
darum, d. h. die Traberzucht wird nicht mit
Staats- oder Bundesmitteln betrieben. Aber
die Traberzucht ist doch kein blosser „Sport“,
obgleich sie vielfach von reichen Leuten ohne
eigentlichen Gewinn betrieben wird. Im All-
gemeinen aber ist die Traberzucht in Nord-
amerika (wie zum Theil in Canada) ein ein-
trägliches Geschäft, was sich ergibt aus den
hohen Kaufpreisen vorzüglicher Traber und den
hohen Deckpreisen berühmter Zuchthengste.

Man zahlt dort für Jährlingshengste nicht
selten 3000 Dollars (12.600 Mark), für Drei-

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