Titel:
Untersuchungen über die Erkenntniß, Ursachen, Behandlung der Entzündung und ihrer Uebergänge bey den nutzbaren Haussäugethieren
Personen:
Hayne, Anton Wikipedia
PURL:
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außer allem Zweifel, und durch vielfältige Versuche dargestellt worden:
nur die Erscheinungen, die wir bey dergleichen künstlichen Verbindun
gen beobachtetn, als Licht Wärmeentwickclung und Knall bemerkt man
bey der Wasserbildung in den Nespirations Organen nicht, weil wahr
scheinlich die Natur, wenn auch mit denselben Stoffen, und auch den
nähmlichen Kräften, jedoch mit lebendigen Werkzeugen arbeitet.
Daß ab-er auch jbey diesem Wassererzeugungsprocesse in der Lunge
Wärme erzeugt werde, fühlen wir an der ausgeathmeten Luft, auch ist
es bekannt, daß jederzeit dort, wo aus einem luftigen Zustande Stoffe
in den tropfbar flüssigen übergehen, Wärme frey werde, welches bey
der Wasserbildung, es mag dieß nun geschehen, wo cs immer will.
Statt finden muß, dort aber, wo tumultuarifch in einem Augenblicke
größere Mengen der Wasserbestandtheile sich auf einmahl verbinden, dort
wird auch Lichtentwickelung auffallend, die Wärmeerzeugung sehr groß
und die Verknallungauch bedeutend seyn.
§. 72. Es würde uns zu weit führen, wenn wir auch jetzt alle
schädlichen Wirkungen angeben wollten, die durch eine fehlerhafte Be
schaffenheit und unrichtiges Maß des Getränkes herbeygeführt wer
den, nur so viel muß noch erinnert werden, daß die Thiere nie Man
gel an gutem Getränke leiden sollen, und daß man bey dem Tränken
dieser, nicht durch das ganze Jahr, es mag eine Witterung eintreten,
welche da wolle, gleich bleiben darf, sondern sich dabey stets nach der
Beschaffenheit der übrigen Lebensbcdingungen, die theils durch Klima,
Jahreszeit, Witterung. Verwendung, Fütterung, gefunden oder kran
ken Zustand, Alter, Ruhe u. s. f. hervorgebracht werden, halten müsse, wo
durch man bald finden wird, daß cS zur Erhaltung der Gesundheit jetzt
mehr, ein andermahl weniger des Getränkes bedürfe. Sehr viele Krankhei
ten entstehen durch schlechte Beschaffenheit des Wassers in Bezug auf
seine Temperatur, manchmahl ist es zu kalt, ein andermahl ist es zu warm.
Deymengungen verschiedener Gasartcn, mineralischer, vegetabilischer
oder animalischer Substanzen, machen es zu obigem Gebrauche gleich
falls minder tauglich.
Obigem zu Folge ist nun das Wasser ein eben so wichtiger lcbens-
bedingendec Umstand, wie es die übrigen sind, und nicht umsonst sind nicht
nur so vieleWege zu feinerAufnakme, sondern auch für dessenAusscheidung
zugegen. Die große Nothwendigkeit des Wassers erkennen wir auch fer
ner dadurch, wenn wir die große Menge der Flüssigkeiten berücksichti
gen, die wir in allen Organismen antreffen, sehr viele Erscheinungen
zeigen uns nicht nur ganz deutlich, daß das Wasser im Organismus
zerfetzt werde, damit dessen Bestandtheile sich wieder zu neuen Ver
bindungen knüpfen, wir werden aber auch finden, daß das Wasser im
Organismus selbst wieder gebildet werde, um dann theils als solches
zu weiteren Zwecken verwendet zu werden, oder aber -damit in dieser

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